Stadtgarten will jetzt durchstarten

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Neue Leitung für das Congress Centrum Stadtgarten (CCS). Björn Lösch (Mitte) mit Stellvertreterin Susanne Wolf und Stellvertreter Jonas Grill vor dem Haupteingang.
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Der neue Leiter Björn Lösch präsentiert sich und wird am 1. Mai in Gmünd starten. Die Terminbücher füllen sich nach schwierigen Corona-Jahren wieder.

Schwäbisch Gmünd

Das Herz der Stadt soll nicht nur am Marktplatz schlagen, sondern auch im Congress Centrum Stadtgarten. Das wünscht sich der neue Geschäftsführer Björn Lösch, der am 1. Mai die Nachfolge von Wolfram Hub antreten wird.

Nach zwei schwierigen Jahren, die das CCS-Team bewältigen musste – in der Übergangszeit lenken Susanne Wolf und Jonas Grill den Betrieb alleine – ist Björn Lösch zuversichtlich, ein starkes Jahr 2022 vor sich zu haben. Lokal könnten das Stauferfest im Sommer, das Festival Europäische Kirchenmusik und viele Veranstaltungen im Rahmen eines Kultursommers  dazu beitragen. Auch die Altersgenossenfeste gehen im Juni und Juli nach aktuellem Stand komplett über die Bühne. Darüber hinaus will Björn Lösch die Kongressszene im Stadtgarten stärken. „Wir sind hier im Speckgürtel um Stuttgart und können auch durch die gute Verkehrsanbindung an die Landeshauptstadt punkten“, sagt er. 

Ein wenig kann das Congress Centrum Stadtgarten sogar von den schwierigen Corona-Jahren profitieren. Jonas Grill berichtet von erheblichen Einschränkungen, die die Pandemie mit sich brachte, von einem Umsatzrückgang  von vielleicht 30 Prozent. Glück im Unglück: Im Jahr 2019 hat das CCS kräftig in die Digitalisierung investiert, längst vor dem durch den Homeoffice-Boom ausgelösten Run auf Videoanlagen und Computertechnik. „So konnten wir von Anfang an auf hybride Lösungen umstellen“, sagt Jonas Grill. Damit habe Schwäbisch Gmünd einen Vorteil nutzen können, den viele andere noch nicht im Angebot hatten.

Die digitale Aufrüstung wurde weiter verstärkt, auch nach Corona sieht Björn Lösch gute Chancen, dass Unternehmen ihre Kongresse dezentral vielleicht an fünf Standorten veranstalten, die dann zusammengeschaltet werden. „An schöneren Standorten, als es etwa ein Messeplatz bieten kann“, so Björn Lösch.

Gut in Schuss

Zum Gelingen trägt auch das CCS-Gebäude selbst bei, davon ist Markus Herrmann, Pressesprecher der Stadt und zugleich Geschäftsführer der Touristik- und Marketing GmbH, überzeugt. Es sei „nachhaltig gebaut und toll im Schuss“, für ihn „einer der herausragenden Kongressstandorte im weiten Umkreis“. Die Gebäude würden Jahr für Jahr auf den neuesten Stand gebracht, allein dafür stehen mindestens 200 000 Euro im Etat. Nicht gerechnet große Investitionen wie die Erneuerung von Dachflächen oder gar der Neubau des Leutze-Saals an der Rektor-Klaus-Straße. Herrmann sieht die Themen Tourismus, Stadtmarketing und Kongress zusammenwachsen. Auch der Schulterschluss zwischen CCS und Touristik und Marketing sei deutlicher geworden, die gemeinsamen Besprechungen häufiger.

Für eine erfolgreiche CCS-Zukunft bringt der neue Geschäftsführer Björn Lösch internationale Erfahrungen mit und ist gleichzeitig als Gmünder eng mit der Stadt verwurzelt – etwa als Mitglied im Altersgenossenverein 1977. Seine Stationen führten ihn über das Hotel Graf Zeppelin und ein IHK-Stipendium an die Schweizer Hotelfachschule. Nach einem Bachelor zog es ihn in die USA,  später ins Hilton nach Mainz. Er arbeitete an verantwortungsvoller Stelle im Kempinski am Flughafen München und im gleichen Unternehmen in Jordanien. Über die Schweiz kehrte er beruflich zurück nach Deutschland. Ein Werdegang, den auch Markus Herrmann schätzt, weil so internationale Eindrücke im Stadtgarten Anwendung finden können. Und Björn Lösch ist ambitioniert: „Wir geben jetzt Gas bei engem Budget.“

Das Congress Centrum ist fast 40 Jahre alt

  • Das Congress Centrum Stadtgarten wurde 1984 eröffnet und ersetzte damals einen Vorläuferbau aus dem Jahr 1899. Vor der Landes-Gartenschau entstand 2014 der Leutze-Saal an der Rektor-Klaus-Straße, der im Rohbau die Blumenhalle der Gartenschau beherbergte und seit 2015 als Veranstaltungsraum genutzt wird.
    Mit ins Ensemble gehört das Rokokoschlösschen, 1780 nach Plänen des Gmünder Stadtbaumeisters Johann Michael Keller gebaut. Umgeben ist das CCS vom Stadtgarten mit der Remsbühne, die im Sommer für Open-Air-Veranstaltungen genutzt wird. ⋌kust

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