Stadtteilforum: Was im Gmünder Osten geplant ist

+
Thomas Schäfer und Hatice I_ik sind die künftigen Sprecher des Stadtteilforums Oststadt. Foto: cop
  • schließen

In der Oststadt diskutierten Verwaltung und Bürger am Montag unter anderem über geplante Bauprojekte und das Tempolimit in der Buchstraße.

Schwäbisch Gmünd

Nach zweijähriger Pause traf sich am Montag das Stadtteilforum Oststadt. Vor 25 Besuchern berichteten Oberbürgermeister Richard Arnold und Gerhard Hackner, Leiter des Amts für Stadtentwicklung, über die Pläne für das ehemalige TSB-Gelände. 290 Wohnungen will der Investor dort bauen, von einem bis zu 5,5 Zimmern, nachhaltig und in Modulbauweise. OB Arnold sagte, das Vorhaben verspreche bezahlbares Wohnen bei hoher Qualität. Hackner informierte, dass die TSB-Gaststätte bleibt, was das Aus für den dortigen Kreisel bedeute. Vielleicht funktioniere dieser an anderer Stelle, meinte der OB: „Ein Kreisel täte dort gut.“ Er sagte, dass anschließend die Sanierung der Buchstraße anstehe. Forumssprecher Thomas Schäfer meinte, er sehe die Baupläne als Aufwertung der Oststadt.

Eine Aufwertung hat auch der OB im Sinn. Etwa durch den Park mit essbaren Wildpfkanzen zwischen Werrenwiesenstraße und Hardt, den Christa Bareiß vom Stadtteilzentrum vorstellte. So mache man die „Rückseite der Stadt zur Vorderseite“, sagte Arnold: „Das Ziel muss ein Spaziergang vom Himmelsgarten in Wetzgau durch die Innenstadt bis rauf zum Hardt sein.“

Nachdem Christine Hüttmann einen Rückblick auf die Aktivitäten des Projekts „Bildung, Wirtschaft und Arbeit im Quartier“ gegeben hatte, erläuterte Anja Tamm, wie die Mobilitätsstation aussehen soll, die an der Ecke Buchstraße und Schindelackerweg platziert wird. „Geplant sind eine Reparaturstation für Fahrräder, eine E-Ladesäule und eine Regio-Rad-Stuttgart-Station“, sagte die Mobilitätsmanagerin. Künftig sei auch Carsharing möglich, es werde Fahrradbügel und E-Tretroller geben. Tagsüber stünden die beiden Parkplätze der Ladesäule den Besuchern des dortigen Discounters zur Verfügung. Abends dürfe jeder dort sein E-Auto laden.

Wann in der Buchstraße endlich Tempo 30 oder 40 komme, fragten Anwesende. Gerd Hägele, Leiter des Gmünder Rechts- und Ordnungsamts, bat um Geduld: „Wir sind am Thema dran.“ Und zwar über den Lärmaktionsplan. Der liege zur Genehmigung in Stuttgart. Klar sei aber schon, dass in der Buchstraße die Grenzwerte überschritten werden. „Ist der Plan genehmigt, können wir eine Veränderung der zugelassenen Geschwindigkeit generieren.“ Jetzt einfach neue Schilder aufzustellen, funktioniere ohne die rechtliche Grundlage nicht.

Jürgen Musch, Leiter des Tiefbauamts, beantwortete Fragen zu überfluteten Kellern. „Am Kanal liegt es nicht, den haben wir überprüft.“ Möglich sei, dass mancher Hausanschluss reparaturbedürftig sei. „Melden Sie sich beim Stadtteilzentrum, wir überprüfen das bei Ihnen zu Hause“, bot Musch an. Was Hochwasser an der Rems angeht, meinte er, dass die Stadt beim Wasserverband Rems Druck mache, auch am Oberlauf Rückhaltebecken zu bauen. Musch empfahl den Blick auf Hochwassergefahrenkarten, die im Internet abrufbar seien.

Dann wählten die Anwesenden Thomas Schäfer erneut zum Sprecher des Forums. Reinhard Nessel trat aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl an und wurde von Gerhard Hackner im Namen der Stadt verabschiedet. Stattdessen stimmten die Anwohner für Hatice Isik als stellvertretende Sprecherin. Die Vorsitzende des alevitischen Kulturzentrums hatte für die Unterstützung der Stadt gedankt, nachdem das Zentrum des Vereins 2017 abgebrannt war. „Wir werden an der Zukunft des Stadtteils aktiv mitwirken“, versprach sie.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare