Stäbchen rein – fürs Wochenende sicher sein

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Manche finden, dass es unangenehm kitzelt. Andere sagen, dass es Schlimmeres gibt. Zum Test wird ein Stäbchen in die Nase geschoben.

Mit zwei positiven Corona-Schnelltests zeigt sich das DRK Gmünd zufrieden, die "unbewusste" Übertragung eingedämmt zu haben.

Schwäbisch Gmünd

Am Samstag war der Startschuss für die Corona-Schnelltestaktion des DRK Kreisverbands. Anders als bei der Schnelltestaktion des DRK vor Weihnachten war diesmal von Verkehrschaos und Menschenmengen in der Weißensteiner Straße nichts zu bemerken. Der erste Testtag verlief strukturiert und übersichtlich.

Gleich drei Gründe für den geregelten Ablauf sehen die ehrenamtlichen DRKler, Zugführer Karlheinz Schilling, Kreisbereitschaftsleiter Roland Kässer und Karin Kässer: im Vorfeld wurden Termin vergeben; wer getestet werden wollte, musste sich mit 25 Euro an den Kosten beteiligen; und schließlich wollten vor Weihnachten viele einfach vor einem Verwandtschaftsbesuch auf "Nummer sicher gehen".

Die von Steffen Alt, dem Geschäftsführer des Gmünder DRK-Kreisverbandes, angekündigten 36 Terminbuchungen konnten die Ehrenamtlichen bestätigen. "Laufkundschaft wird aber nicht weggeschickt", erklären die ehrenamtlichen Helfer, die sich mit Corona-Schnelltest-Aktionen gut auskennen. Denn die Testteams des DRK seien regelmäßig in Senioren- und Pflegeheimen unterwegs, um die Einrichtungen zu unterstützen.

In gebührenden Zeitabständen trafen am Samstag Testwillige beim DRK ein. Mittels Ausweis werden die persönlichen Daten aufgenommen, um einem Missbrauch mit einer "Negativ-Bescheinigung" vorzubeugen. Mit dem Teststäbchen wird ein Nasenabstrich gemacht, das so gewonnene Sekret mit einer speziellen Flüssigkeit gemischt und auf das Testkärtchen aufgetragen. Nach einer Wartezeit von rund 15 Minuten erscheint im Kontrollfenster das Ergebnis. "Im Idealfall ein Strich", meint Michael Hohlbeck, der für die Tests zuständig ist. Denn das bedeutet, dass alles in Ordnung ist. Zwei Striche hingegen seien bedenklich, dies sei der Hinweis, dass Coronaviren vorhanden sein können. "Diesen Personen legen wir nahe, sich in häusliche Quarantäne zu begeben und schnellstmöglich den Hausarzt aufzusuchen, um das Testergebnis mittels PCR-Test verifizieren zu lassen", erklärt Schilling.

Ob so ein Nasenabstrich unangenehm ist? Das liege am persönlichen Empfinden, meint Hohlbeck. Es gebe Schlimmeres, finden das Ehepaar Kässer und Karlheinz Schilling. Vor jeden Dienst lassen sich die Ehrenamtlichen schnelltesten, "Stäbchen rein – sicher sein", sagen sie. "Es lässt sich gut aushalten", bestätigt ein junger Mann, der mit feuchten Augen vom Abstrich zurückkommt. Er habe sich einen Termin geben lassen, um mit gutem Gefühl die Eltern besuchen zu können. Seinem Bruder hingegen laufen die Tränen. "Es hat so gekitzelt", entschuldigt er sich. Und weil es so schön war, wird bei ihm der Test wiederholt, da eine Fehlermeldung auftaucht. "Kein Problem", meint er tapfer, "lieber doppelt, dafür aber sicher". Keine Anmeldung hat die junge Frau, die leichte Erkältungssymptome hat. Sie sei auf dem Weg zur Arbeit und möchte sich absichern, dass sie nur erkältet ist. Am Ende freuen sich alle drei über ihr negatives Testergebnis und das "positive Gefühl", das es auslöst.

Die Gründe für Schnelltests seien unterschiedlich, erzählt Karin Kässer. Einige benötigen die Negativ-Bescheinigungen als Flugheimkehrer, andere möchten ihre Verwandtschaft besuchen, manche möchte einfach nur "das sichere Gefühl" haben.

Dass "nur" zwei positive Fälle unter den am Ende 32 getesteten Personen waren, "war für uns erfreulich", bilanziert Kreisgeschäftsführer Alt. Mit dem Angebot könne das DRK dazu beitragen, dass die Leute einfach und unkompliziert seine "unbewusste Übertragung" vermeiden.

Wer sich einem Corona-Schnelltest beim DRK unterziehen möchte, kann sich für die Testtage, jeweils samstags und mittwochs, unter www.drk-gd.de oder Telefon (07171) 350621 anmelden.

Nach etwa zehn Minuten liegt das Ergebnis vor.

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