Standing ovations für Bläse

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20 Jahre lang war er Bürgermeister in Gmünd. Immer begleitet vom Gemeinderat. Am Mittwoch war Bürgermeister Dr. Joachim Bläses letzte Ratssitzung. OB Richard Arnold dankte ihm.
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Oberbürgermeister Richard Arnold und Gemeinderat danken dem Bürgermeister bei letzter Ratssitzung für 20 Jahre Wirken für Gmünd.

Schwäbisch Gmünd

Er bekam Blumen. Und viele lobende Worte. Oberbürgermeister Richard Arnold und Gmünds Stadträte sagten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse am Mittwoch im Stadtgarten bei seiner letzten Gemeinderatssitzung ein dickes Dankeschön. Bläse habe in 20 Jahren "ganz große Spuren" hinterlassen, sagte Arnold. Mit seinem Abschied aus dem Rathaus nach seiner Wahl Ende Juni zum künftigen Landrat des Ostalbkreises gehe eine Ära zu Ende. Arnold beschrieb Bläse als Bürgermeister, der sein Amt "nah am Bürger ausgeführt" habe. Immer sei er ansprechbar gewesen für die Menschen in dieser Stadt. Jeder Nachfolger, jede Nachfolgerin werde es schwer haben, sagte der Oberbürgermeister.

Dieser Abschied rühre ihn, sagte Bläse selbst. Und bekräftigte, er wolle keinen großen Abschied, auch nach der Sommerpause vor seiner Ernennung am 15. September in Aalen nicht. Viel Wichtiges sei in 20 Jahren entstanden, meinte er. Und sagte den Stadträten, was er "hier gelernt" habe: "Dass der Mensch zählt. Und dass Sachpolitik zählt." Dies werde ihn als künftigen Landrat prägen.

Bläse verabschiedete sich von den Gmünder Stadträten mit einem Wunsch. Die Frage der Gemeinschaft beschäftige ihn viel. Er erzählte von Begegnungen mit Menschen mit Behinderung, die oft an Wochenende niemanden hätten, ganz allein seien. Er berichtete von seiner Wahrnehmung der Schulen, in denen "die Schere immer weiter auseinander" gehe. Er berichtete von Begegnungen mit jungen Menschen, die "sich in ihrer eigenen Welt bewegen und andere nicht mehr sehen". Und er sprach über die Arbeitswelt, über die diskutiert werde. Welche Standards es gebe, was zu verbessern sei. Jenseits der Menschen, die zunächst einmal gerne überhaupt eine Arbeit hätten.

Dieses Gremium, gab der Finanz-, Ordnungs- und Sozialbürgermeister den Stadträten mit auf den Weg, sei immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. Gmünd mache dabei aus, "dass Sie als Gremium die Mitte finden", erläuterte er seinen Blick auf die Stadt, die Stadträte und die Kommunalpolitik. In den vergangenen Wochen aber habe er oft Situationen erlebt, bei denen er sich gefragt habe: "Kriegen wir das noch hin?"

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