„3 statt 2“ imRP Stuttgart vorstellen

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Schulleiter Eich und Gockel suchen nach Abstimmung mit der Stadt nun das Gespräch mit dem Regierungspräsidium.

Schwäbisch Gmünd. Die Schulleiter der Scheffold-Gymnasiums und den Parler-Gymnasiums, Bernd Gockel und Thomas Eich, werden ihre Idee „3 statt 2“ nun dem Regierungspräsidium Stuttgart vorstellen. Darauf verständigten sich Eich und Gockel mit Gmünds Bürgermeister Christian Baron, der in Gmünd für Bildung zuständig ist. Eich und Gockel hatten angeregt, dass vom kommenden Schuljahr an die Klassen 5 bis 9 an den beiden G-8-Gymnasien drei Jahre für zwei Schuljahre verwenden. Damit wollten sie die durch die Pandemie verursachten Defizite ausgleichen. Die Schüler, die dieses Modell wählen, hätten damit quasi G 9 gehabt. Für diejenigen, die das Modell nicht wollen, würde das normale G 8 angeboten.

Um herauszufinden, wie diese Idee ankommt, befragten die beiden Schulleiter die Eltern. Gut zwei Drittel der Rückläufe aus der Elternschaft begrüßten das Modell, allerdings würde nur die Hälfte der Eltern die eigenen Kinder dafür anmelden. Beide Schulleiter hätten sich mehr Rückläufe und mehr Zustimmung gewünscht. Diese Einschätzung teilte auch Baron. Das Ergebnis sei nicht so, dass die Schulleiter ihre Idee aktiv angehen könnten, sagte er im GT-Gespräch. Denn einerseits gebe es zwar eine große Offenheit für das Modell, andererseits jedoch auch eine durchaus nennenswerte Gegnerschaft. Eich, Gockel und Baron werden die Idee deshalb nicht, wie ursprünglich vorgesehen, dem Kultusministerium präsentieren. Die beiden Schulleiter werden das Projekt stattdessen dem Regierungspräsidium Stuttgart und damit nicht der politischen, sondern der Fachebene vorstellen.

Die Idee „3 statt 2“ habe Charme, doch die Umsetzung sei schwierig, fasste Baron die Ergebnisse der Umfragen unter den Eltern aus seiner Sicht zusammen. Beide Schulleiter hätten viel Herzblut in ihre Überlegungen gesteckt, allein das verdiene Lob, sagte der Bürgermeister. Gleichzeitig betonte er aber, dass bei einem solchen Projekt der Schulfriede gewahrt bleibe müsse, sonst funktioniere dies nicht. Nichtsdestotrotz geben weder der Bürgermeister noch die beiden Schulleiter auf. Und hoffen darauf, dass die Gespräche mit dem Regierungspräsidium vielleicht zielführender seien als Gespräche auf politischer Ebene. Der Facheben werde das Projekt nun vorgestellt, und dann werde man sehen, was diese daraus macht. Michael Länge

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