Stauferfries für Remsgalerie biegt auf die Zielgerade

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Mitarbeiter der Firma ReSpa Edelstahltechnik bearbeiten eine Figur für den Stauferfries. Mitglieder des Vereins Stauferfries erlebten und begleiteten dies beim Besuch der Firma.
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Für die Umsetzung des Projekts von Helmut Gruber-Ballehr fehlen noch etwa 70 000 Euro. Erste Installationen Anfang Juli. 

Schwäbisch Gmünd. Der Verein Stauferfries wird bis Anfang Juli die Grundlage für den Stauferfries an der Remsgalerie anbringen. Darüber informierte die Tochter des Künstlers, Verena Gruber-Ballehr. Ihr Vater, Helmut Gruber-Ballehr, ist seit einigen Jahren dabei, einen Fries für die 60 Meter lange Backsteinfassade an der Südseite der Remsgalerie zu schaffen. Dieser zeigt den Einzug des Königs Konradin von Hohenstaufen zum Weihnachtsfest im Jahr 1266 im damaligen Gamundia. Der letzte Staufer wurde empfangen vom Schultheiß, vom Stadtadel, dem Klerus und der Bürgerschaft. Ballehr setzt dieses Ereignis in einem ebenfalls 60 Meter langen und vier Meter hohen Werk aus Edelstahl um. Dieses schenkt er der Stadt. Anliegen des Kunstwerkes ist es, dauerhaft die Bedeutung der Staufer für die Stadt sichtbar zu machen.

Das Kunstprojekt ist auf die Aufführung der Staufersaga 2012 auf dem Johannisplatz zurückzuführen. Schon ein Jahr später hatte Ballehr im Prediger seine Eindrücke in einer Ausstellung präsentiert. Diese stieß damals auf eine positive Resonanz. Und Gruber-Ballehr begann mit der Umsetzung seiner Idee. Zunächst fertigte er mit Pinsel und Bleistift Skizzen und Zeichnungen an. Diese wurden danach digitalisiert. Diese digitale Fassung ist die Grundlage für den Stahlschnitt.

Die Figuren sind aus Edelstahl geschnitten und im geringen Abstand vor der Mauerfläche montiert, erläutert der Verein auf seiner Website. Dadurch werden sie am Tag als helle, silberglänzende Formen vor dunkler Wand erscheinen, die je nach Sonnenstand durch wandernde Schatten belebt werden. Bei Dunkelheit wird der Stauferfries mit energiesparendem LED-Licht hinterleuchtet, erläutert de Verein. Dieser Tage haben die Mitglieder des Vereins Stauferfries die Firma ReSpa Edelstahltechnik in Heidenheim besucht, um sich ein Bild vom Stand der Umsetzung zu machen. Dabei erfuhren sie: Nach vielen einzelnen, kleinen und großen Schritten hin zur Realisierung geschieht nun ein Riesenschritt: Die Unterkonstruktion ist fertig und wartet auf die Anbringung an der Fassade. Und es werden Bildplatten geschnitten.

Der Stauferfries wird überwiegend durch Spenden finanziert. Die Kosten liegen bei 400 000 Euro. Der derzeitige Spendenstand reicht für die Anbringung der gesamten Unterkonstruktion und etwas über die Hälfte der Figuren. Bis zu den Staufertagen im Juli wird dieses erste Teilstück fertig angebracht werden.

Bis zur Komplettierung des Frieses fehlen derzeit noch 70 000 Euro. Daher freut sich de Verein über jede weitere Spende. Finanz-Paten des Stauferfries’ werden den 100 Figuren und Fahnen sichtbar zugeordnet, die Paten erhalten zusätzlich eine Urkunde. Die Spendentafel mit verkleinertem Fries wird in Sichthöhe unter dem 60-Meter-Fries angebracht.

Mehr Infos über das Projekt, den Verein Stauferfries, den Künstler und Möglichkeiten zum Spenden gibt‘s auf www.stauferfries.de

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