Stauferklinik nicht ohne Not aufgeben

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Das Stauferklinikum soll nicht ohne Not aufgegeben werden.
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Gmünds OB Richard Arnold und Bürgermeisterin Stefanie Eßwein aus Mutlangen fordern breite Debatte.

Schwäbisch Gmünd. Mutlangen, Gmünd und der Gmünder Raum werden das Stauferklinikum nicht ohne Not aufgeben. Dies betonten am Montag Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold und Mutlangens Bürgermeisterin Stephanie Eßwein. Die Entscheidung über die Kliniken muss eine politische und keine technokratische sein, sagte Arnold. Um sie treffen zu können bräuchten die Kreisräte Zeit. Sie müssten sich informieren können, nicht nur bei Medizinern, sondern auch bei Gremien wie dem Seniorenrat oder dem Jugendgemeinderat, sprach sich Arnold für eine breite Beteiligung der Öffentlichkeit aus. Aktuell verdichte sich die Diskussion in Richtung Zweihäusigkeit. Stimme, was Frederick Brütting sage, dass die Kliniken in Mutlangen und Aalen zugunsten eines Neubaus zwischen Gmünd und Aalen aufgegeben werden sollen, müssten sich die Befürworter dieser Lösung fragen lassen, ob Mutlangen und Aalen dann für die kommenden sieben bis zehn Jahre einen „Stempel des Verfallsdatums“ bekämen. Dabei seien für Mutlangen in den vergangenen Jahren mit einer neuen onkologischen Tagesklinik und der neuen Notaufnahme „richtige Entscheidungen“ getroffen worden - mit Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro. „Ohne Not gibt man das Stauferklinikum nicht auf“, sagte Arnold. Gmünds OB sieht vielmehr, dass sich eine Einrichtung wie die Tagesklinik für Onkologie eher für Patienten aus Göppingen, Gaildorf, dem Remstal und Aalen öffnen soll.

„Nimmt man die Bürger bei dieser Entscheidung nicht mit, bekommt man keine Akzeptanz“, sagte Eßwein. Die Fusion der Kliniken müsse breit und nicht nur nur in einer Kreistagssitzung diskutiert werden. In Mutlangen müsse es weiterhin eine Basis- und Grundversorgung geben, sagte Eßwein weiter. Die gesamte Raumschaft brauche eine Anlaufstelle für Akut- und Notfallversorgung. Dies müsse hier Bestand haben, sagte Eßwein und zählte „die Geburtshilfe und den onkologischen Schwerpunkt“ dazu. Dabei sieht Mutlangens Bürgermeisterin, dass „man nicht an allen drei Standorten das gleiche Angebot haben kann“. Auch funktionierten 20 Millionen Euro Defizit im Jahr nicht, aber „nur schwarze Zahlen“ müssten in der medizinischen Versorgung auch nicht sein. Michael Länge

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