Stauferklinikum nicht zerschlagen

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Das erfolgreiche Stauferklinikum zu zerschlagen, würde keinen Sinn machen. Davon ist Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold überzeugt.
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Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold verweist auf Erfolg des Mutlanger Hauses und auf die Einwohnerdichte im Raum Gmünd.

Schwäbisch Gmünd. Das erfolgreiche Stauferklinikum zu zerschlagen, würde keinen Sinn machen. Davon ist Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold überzeugt. Im GT-Gespräch bekräftigte er am Mittwoch, was er vergangene Woche Gmünds Stadträten gesagt hatte. Arnold hatte dabei auf vier Punkte verwiesen. Bürgerbeteiligung brauche Zeit, sagt Gmünds Stadtoberhaupt. Er sei zurückhaltend bei „disruptiven Lösungen“, bei Lösungen also, die auf einen Befreiungsschlag aus sind. Denn Entwicklungen bauten „auf dem Gewachsenen auf“. Und da sieht Arnold beim Stauferklinikum einiges: Diese sei immer eine erfolgreiche Klinik gewesen. Die Defizite bei den Kliniken seien nicht die der Stauferklinik gewesen. Weshalb Richard Arnold fragt: Warum sollte man eine erfolgreiche Stauferklinik zerschlagen?

Gmünds OB verweist auch auf die Kosten eines Zentralklinikums. Er vergleicht ein solches mit dem aktuellen Bau des Flugfeldklinikums Böblingen / Sindelfingen mit 700 Betten. Für dieses seien zunächst 450 Millionen Euro veranschlagt worden, aktuell lägen die Schätzungen bei 570 Millionen Euro. Wolle man im Ostalbkreis ein solches Klinikum, müsse man bei einer Planungs- und Bauzeit zwischen sieben und zehn Jahren jetzt beginnen, Mittel bereitzustellen. Dann aber, befürchtet Arnold, werde in die gewachsenen Strukturen nicht mehr investgiert. Dies bei einer Notaufnahme für mehr als 20 Millionen Euro in Mutlangen, die vor der Eröffnung stehe. „Dann redet man über Schließung, bevor man eröffnet“, sagt Arnold, der einmal mehr auf eine Bevölkerungsdichte von 3,1 Einwohnern pro Hektar im Westen des Kreises im Vergleich zu 1,7 Einwohnern pro Hektar im Osten verweist. Die Stauferklinik, schließt der OB, sei kein Anhängsel, sondern eine „stolze Klinik in der Mitte des Westens des Kreises“. 

Gmünds OB stellt zudem einmal mehr den Bau des neuen Kreishauses in Aalen ursprünglich für 40 Millionen, aktuell für 80 Millionen Euro in Frage. Bei immer mehr Arbeitsplätzen im Homeoffice hinterfragt Arnold die Notwendigkeit dieses Neubaus.

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