Staufermedaille für Gmünderin in Algerien

+
Gmünderin in Algerien mit Staufermedaille ausgezeichnet

Schwester Elisabeth Herkommer erhielt die Ehrung für ihren langjährigen Einsatz für Notleidende.

Schwäbisch Gmünd. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann verlieh der aus Schwäbisch Gmünd stammenden Schwester Elisabeth Herkommer die Staufermedaille und ehrte sie dadurch als Botschafterin unseres Landes, wie die Gmünder Stadtverwaltung mitteilt. Damit würdigte Kretschmann den jahrzehntelangen Einsatz von Schwester Elisabeth in Algerien für arme und Not leidende Menschen und ihre herausragende Hilfe zur Selbsthilfe. In der Tat ermöglicht sie durch die Ausbildung in dem von ihr in den kabylischen Bergen gegründeten Textilzentrum für Konfektion und Berberkunst einheimischen Mädchen und Frauen ein selbstbestimmtes Leben.

Aufgrund der Pandemie konnte Schwester Elisabeth seit 2019 nicht mehr in die Heimat reisen. Daher überreichte ihr Elisabeth Wolbers, die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, im Auftrag des Ministerpräsidenten und in Anwesenheit des apostolischen Nuntius sowie des Erzbischofs von Algier die Staufermedaille vor Ort. Die Botschafterin rühmte das langjährige soziale Engagement, die tätige Nächstenliebe und den interreligiösen Einsatz von Elisabeth Herkommer, die 1958 in Trier in die Gemeinschaft der Schwestern Unserer lieben Frau von Afrika eingetreten war und seit 50 Jahren in Algerien lebt, wo sie auch während des dunklen Jahrzehnts des Bürgerkrieges ausharrte.

Eingeladen zur Feierstunde waren auch die afrikanischen Mitschwestern und Missionare sowie die muslimischen Freunde und Nachbarn von Schwester Elisabeth. Oberbürgermeister Richard Arnold gratulierte ihr in seinem Glückwunschschreiben ganz persönlich sowie im Namen des Gemeinderats und der Bürgerschaft zu dieser hohen Auszeichnung.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare