Staufertage: Maskenplan, Bühnen-Pferde und hoffentlich kein Regen

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v.l.: Carmen Bäuml und Carolin Kraut.
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Womit sich die beiden Chef-Organisatorinnen der „Momente der Staufersaga“ in Schwäbisch Gmünd alles beschäftigen müssen.

Schwäbisch Gmünd. Kein Starkregen, kein Hagel und keine Coronaausfälle in großer Zahl: Das wünschen sich Carmen Bäuml und Carolin Kraut für die kommenden Tage. Seit Monaten dreht sich bei den beiden Chef-Organisatorinnen alles um die Europäischen Staufertage in Schwäbisch Gmünd. Darin eingebettet sind vier Aufführungen der „Momente der Staufersaga“ und ein Abend der Städtepartnerschaften. Ein Blick zurück und einer voraus.

Die größte Herausforderung

„Die große Menge an Teilnehmern unter einen Hut bringen“, sagt Projektkoordinatorin Carmen Bäuml, das sei in den vergangenen Monaten eine Mammutaufgabe gewesen. Sie ist die Schnittstelle für alles und viele. Alle Schauspieler führt sie in ihrer Datei: insgesamt rund 600 Leute, davon 140 neue Mitwirkende. Carmen Bäuml schrieb alle Teilnehmer der „Staufersaga“ 2012 und 2016 an und lud sie zur Teilnahme 2022 ein. Sie koordinierte in Rücksprache mit der Regie, wer in welcher Gruppe mitwirken soll. Dann kamen die Probenpläne, wer wann in die Gewandmeisterei zum Einkleiden und in die Maske darf. Ob sie alle Mitwirkenden kennt? „Nein“, gesteht die Organisatorin. „Wenn ich den Nachnamen höre, weiß ich aber den Vornamen“, sagt sie. Viele Gesichter seien ihr bekannt, weil sie schon bei vorherigen Theaterstücken dabei gewesen waren. Carmen Bäuml kümmert sich um Entschuldigungen für mitwirkende Schulkinder, die während der Staufertage etwas später in die Schule kommen dürfen, und ist beim Wesenstest der Bühnen-Pferde mit dem Tierarzt dabei. „Es ist die Menge an Aufgaben, die herausfordert“, erzählt Carmen Bäuml.

Dies bestätigt Carolin Kraut vom Gmünder Kulturbüro. „Viele Aufgaben laufen hinter den Kulissen ab.“ Programmhefte und Flyer drucken, sich um die Gäste aus den Partnerstädten, um Werbung und um Sponsoren kümmern,Teilnehmerausweise und Eintrittskarten verteilen - „in der Hoffnung, dass wir keinen vergessen“, erläutert Carolin Kraut. „Die Summe aus allem ist die Herausforderung“, sagt sie. „Aber eine schöne“, schieben beide nach. Denn langweilig wird‘s den Damen nicht. Die Arbeit sei sehr abwechslungsreich und mache unheimlich viel Spaß, berichtet Carolin Kraut.
Die größte Freude

Das große Miteinander und die große Gemeinschaft seien phänomenal, schwärmt Carmen Bäuml. Wenn sie die glücklichen und stolzen Schauspieler in ihren Gewändern sehe, dann freue sie das unheimlich. Wenn alle Aufführungen und alle Veranstaltungen klappen und wenn sich Teilnehmende und Zuschauer wohlfühlten und die Abende genießen könnten, das wäre für sie die größte Freude, erzählt Carolin Kraut.

Der größte Horror

Starkregen, Hagel und Unwetter - das darf es in den kommenden Tagen nicht geben, wünschen sich Carolin Kraut und Carmen Bäuml. Denn die „Momente der Staufersaga“ spielen sich an allen vier Tagen unter freiem Himmel im Remspark ab. Täglich schauen die beiden deshalb immer wieder in diversen Wetter-Apps nach, „obwohl wir nix ändern können“, sagt Carmen Bäuml. Bisher seien die Prognosen gut. Auch die Corona-Gefahr ploppe seit Ende Juni wieder verstärkt auf, berichtet Carolin Kraut. Schauspieler, Mitwirkende, auch Hauptdarsteller, erkrankten. „Im Moment sieht es aber ganz gut aus“, freut sich Carmen Bäuml und hofft, dass es keine Ausfälle mehr gibt. Wo die beiden die „Momente der Staufersaga“ verfolgen, wenn sich der Vorhang öffnet? „Hinter den Kulissen“, sagen sie sofort. Denn es werde immer irgendwo eine helfende Hand benötigt.

Die Europäischen Staufertage in Gmünd gehen vom 6. bis 10. Juli. Darin eingebettet sind vier Aufführungen der „Momente der Staufersaga“. Am 8. Juli gibt es einen Städtepartnerschaftsabend, am 10. Juli ist ein Abschlussgottesdienst im Münster geplant.

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