Staufertage und Städtefreundschaft

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Europäische Staufertage
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Zum Festival Europäische Staufertage gibt's einen Abend der Partnerstädte und das Theaterstück „Momente der Staufersaga - eine zauberhafte Zeitreise“. Jetzt sind Mitwirkende gesucht.

Schwäbisch Gmünd

Eine Riesenportion Enthusiasmus verbreiten alle, die am Montag im Rokokoschloss im Gmünder Stadtgarten die Europäischen Staufertage vorstellen. Die sollen als eines von fünf Festivals einen, wie Richard Arnold als Oberbürgermeister und Vorsitzender des Vereins Staufersaga sagt, „sehr interessanten und sehr intensiven Gmünder Sommer“ bereichern, Kinderkinofestival, Europäische Kirchenmusik, Schattentheater und die Literaturtage Wortreich gehören ebenfalls dazu. Die Staufertage sollen dabei das wiederbeleben, was in zwei Pandemiejahren zu kurz gekommen ist: Gemeinschaftsgefühl, wie es schon die Staufersaga quer durch die Gesellschaft geschaffen hat. Diesmal mit vier Aufführungen des neuen Stücks „Momente der Staufersaga - eine zauberhafte Zeitreise“.

Dabei vereinen die Staufertage vom 6. bis 10. Juli mehrere Jubiläen. Vor zehn Jahren wurde die Stauersaga uraufgeführt. Mehr als 2000 Aktive „konnten damals viele Menschen begeistern“, sagt der OB. Und: Die Stauertage sind als internationales Festival konzipiert, bei dem Gmünds Partnerstädte Bethlehem in den USA, Antibes in Frankreich, Székesfehérvár in Ungarn, Faenza in Italien und Barnsley in England eine wichtige Rolle spielen, sagt Kulturbüro-Leiter Ralph Häcker. Die Kommunen brachten 2021 insgesamt 175 Jahre freundschaftlicher Verbundenheit zusammen. Das verpasste Jubiläum soll mit einem Abend der Städtepartner am Freitag, 8. Juli, gefeiert werden. Gelingen soll das in einer Arena im Remspark, erklärt Häcker. Arnold sagt: „Wir sind mutig, das zu tun“ in der Pandemie, aber „wir sind überzeugt, das gut zu machen“. Eine Staufersaga wie vor zehn Jahren auf dem Johannisplatz aber „können wir aktuell nicht leisten“. Denn dafür müssten jetzt die Proben beginnen, müsste jetzt klar sein, wie es um die Bereitschaft mitzuwirken unter den Mitgliedern im Verein Staufersaga steht.

Zeitreise mit heutigen Gmündern

„Es ist nicht die Staufersaga“, sagt darum Pat Mueller, der mit Gerburg-Maria Müller und Michael Schaumann Regie führt, über das neue Theaterstück. Aber „eine maßgeschneiderte Geschichte für den Verein und für diese Zeit“. Dieses Mal trifft der Zeitreisende, erneut dargestellt von Mueller, eine Gmünder Familie von 2022 und reist mit ihr durch die Zeit. Neu: Die Protagonisten geraten in die Ereignisse und müssen sich von Menschen früherer Epochen helfen lassen, um erfolgreich in die Zukunft zu gelangen, erklärt Mueller.

Auch für die Zuschauer ändert sich Entscheidendes: Weil die Bühne am Johannisplatz pandemiebedingt nicht funktioniert, werden die Schauspieler von der Terrasse am Rokokoschloss aus „in den Park hineinspielen“, sagt Arnold. Mueller konkretisiert: „Die Zuschauer sitzen mitten im Bühnenbild.“ Je nach Pandemiesituation werde es etwa 500 Sitzplätze geben, sagt Markus Herrmann von der Touristik & Marketing GmbH. Der Kartenverkauf beginne um Ostern, erfahrungsgemäß empfehle es sich, mit dem Kauf „nicht lange zu warten“.

Momentan stecke das Regieteam „mitten in der Erarbeitung der Geschichte“, sagt Gerburg-Maria Müller, die wie ihre Teamkollegen schon als Darstellerin der Staufersaga Erfahrung gesammelt hat. „Wir wollen, dass das was Großes wird“, meint sie weiter. Ab dem zweiten Maiwochenende werden die Darsteller dann „die Wochenenden durchproben“. Mit dabei ist auf jeden Fall Mona Zink. Die Gmünderin hat ihre Schauspielausbildung in Los Angeles und New York absolviert und freut sich nun, „die Geschichte mitzuerzählen“.

Wer mitmachen möchte

Für alle, die ebenfalls mitwirken wollen: Im Stadtgarten präsentieren sich am Samstag, 29. Januar, ab 14 Uhr Gruppen des Staufersaga-Vereins, Interessierte können sich dort direkt anmelden. Ab 13 Uhr sind dort Corona-Tests möglich. Auch bei Ehrenamtskoordinatorin Carmen Bäuml ist die Anmeldung möglich, E-Mail: carmen.baeuml@schwaebisch-gmuend.de; (07171) 7989642, sie freut sich auch über Aktive hinter der Bühne. Mehr Info: www.staufersaga.de.

Die Zuschauer sitzen mitten im Bühnenbild.“

Pat Mueller,, Regisseur und Zeitreisender
  • Die Krippe und der Vandalismus
  • Angesichts des kurzfristig abgesagten Weihnachtsmarkts durfte der Verein Staufersaga seine hölzerne Krippe vor der Johanniskirche aufstellen. „Leider gab es Vandalismus“, sagt die stellvertretende Vorsitzende Gundi Mertens. Ein Hirte und ein Schaf, die mit dicken Dübeln festgeschraubt gewesen seien, wurden gewaltsam abgebrochen. Der Hirte sei auf der Markise eines Geschäfts am Marktplatz wieder aufgetaucht, wurde repariert und wieder aufgestellt. Ausgerechnet am Ersten Weihnachtsfeiertag habe dann das Christuskind gefehlt. Diese Figur sei bewusst nicht erneuert worden, „wenn Menschen so bösartig sind“. Ebenfalls deswegen wurde die Krippe vor Silvester abzubauen. Aber: „Wir lassen uns nicht unterkriegen.“ Beim nächsten Staufersaga-Weihnachtsmarkt ist die Krippe wieder dabei. an

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