Staufisches Leben rund um den Turm

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Altes Handwerk: Bandweberin Lucia-Kerstin Plischke sitzt bequem im Schatten des Turms, Gatte Meinhard demonstriert die Kunst des „Sarwürkers“, des „Panzermachers“.
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Was der Verein Staufersaga am Sonntag rund um den Fünfknopfturm bot und wie den Vereinsmitgliedern der „Gmünder Neustart“ gelang.

Staufersaga rund um den Fünfknopfturm 

Staufisches Leben rund um den Turm

 
Staufisches Leben rund um den Turm   © Jan-Philipp Strobel
Staufisches Leben rund um den Turm

 
Staufisches Leben rund um den Turm   © Jan-Philipp Strobel
Staufisches Leben rund um den Turm

 
Staufisches Leben rund um den Turm   © Jan-Philipp Strobel
Staufisches Leben rund um den Turm

 
Staufisches Leben rund um den Turm   © Jan-Philipp Strobel
Staufisches Leben rund um den Turm  
Staufisches Leben rund um den Turm   © Jan-Philipp Strobel
Staufisches Leben rund um den Turm  
Staufisches Leben rund um den Turm   © Jan-Philipp Strobel
Staufisches Leben rund um den Turm  
Staufisches Leben rund um den Turm   © Jan-Philipp Strobel

Schwäbisch Gmünd

Die lange Zeit der „Nicht-Auftritte“ fand für etliche Mitglieder des Vereins Staufersaga am Sonntag ein Ende. Konni Mangold, Leiterin des Staufersagabüros, und die stellvertretende Vereinsvorsitzende, Gundi Mertens, erzählen, sie hätten gerade einmal acht Tage Zeit gehabt, um die Akteure aus dem „Coronaschlaf“ zu wecken. Ursprünglich habe die Autorin Barbara Reik eine Lesung unterm Turm angeregt. Der Vereinsvorsitzende und Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold war daraufhin der Ansicht, das staufische Leben sei in die „Gmünder Kulturwiedereröffnung“ am Sonntag zu integrieren.

Die kurze Vorbereitungszeit brachte bei einigen Akteuren und Darstellern mittelalterlicher Handwerkskunst etwas „Puls“. Die Bandweberin Lucia-Kerstin Plischke sitzt bequem im Schatten des Turms und meint lachend, „ich musste erst mein Handwerkszeug im Keller zusammensuchen“. Gatte Meinhard, der die Kunst des „Sarwürkers“, des „Panzermachers“ demonstriert, spricht von einer „ungeprobten Freestyle Veranstaltung“. Auch die Bauchtänzerin Denise Fürstenau war aufgeregt, immerhin liegt hinter ihr ein Jahr ohne öffentlichen Auftritt. Mit „Powertraining“ habe sie sich in kürzester Zeit wieder Kondition antrainiert.

Völlig gelassen präsentiert Josef Stampfer das Gewerk des Specksteinschnitzers, mit ruhiger Hand zauberte der Bargauer ein filigranes Schmuckstück nach dem nächsten. Barde Pat Mueller führte durch den Nachmittag, bei dem Barbara Reik mit ihrer Lesung aus ihrem „Saga“-haften Roman “Barbarossa und die Wäscherin in die Vergangenheit führte und Uschi Rother zu den Klängen ihrer Veeh-Harfe ihr selbstkomponierte und der damaligen Zeit angemessenes, etwas deftiges „Waschweiberlied“ zu Gehör brachte. Nach knapp zwei Jahren sei dies die erste gemeinsame Veranstaltung, meinen die Plischkes, die aber über diese Zeit nichts von ihren alten Handwerkskünsten verlernt haben. Die Zuschauer durften auf locker verteilten Bänken mit Sicherheitsabstand die Vorstellungen genießen. „Alle alten Gewerke konnten wir nicht präsentieren“ meint Gundi Mertens, sonst wäre der Platz vor dem Turm nicht mehr coronakonform zu bespielen gewesen.

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