Straßennamen: Wird Franz Konrad gestrichen?

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Vier Erinnerungsstelen, die nach belasteten Personen benannte Straßennamen erläutern, stehen im gesamten Stadtgebiet. So auch auf dem Rehnenhof. Eine steht in der Franz-Konrad-Straße und informiert über den ehemaligen Gmünder Oberbürgermeister.
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Gemeinderat wird über Antrag der SPD-Fraktion diskutieren.

Schwäbisch Gmünd. Soll die Franz-Konrad-Straße umbenannt werden? Über diese Frage wird der Gmünder Gemeinderat nach der Sommerpause diskutieren. Die SPD-Fraktion hat dies beantragt.

Es wird nicht das erste Mal sein, dass die Räte vor der Frage stehen, ob die Straße auf dem Rehnenhof weiterhin nach dem früheren Oberbürgermeister benannt sein soll. Im Juli 2015 war der damalige Gemeinderat mehrheitlich dafür gewesen, den 1963 eingeführten Straßennamen beizubehalten und eine Info-Stele aufzustellen.

Im Amt von 1934 bis 1945

Franz Konrad hatte das Amt des Oberbürgermeisters sowohl in der Nazi-Zeit (von 1934 bis 1945) als auch erneut nach dem Krieg (1954 bis 56) inne. Er war seit 1933 Mitglied der NSDAP und der SA, wurde 1934 ohne Wahl zum Oberbürgermeister ernannt. Während seiner ersten Amtszeit setzte Konrad mit der Stadtverwaltung nationalsozialistische Zwangs- und Verfolgungsmaßnahmen um - unter anderem gegen Juden, Menschen mit Behinderung und Zwangsarbeiter.

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