Street One am Marktplatz schließt

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Street One macht zu
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Inhaber bemängelt die Rahmenbedingungen in der Stadt Schwäbisch Gmünd. Handel soll an der Stelle bleiben.

Schwäbisch Gmünd. Der Modehandel Street One-Store am Übergang des Marktplatzes zur Bocksgasse schließt zum 30. September. „Das ist keine Folge der Corona-Pandemie“, sagt Inhaber John Walter, der über weitere Standorte verfügt. „Alle laufen über Plan, nur das Geschäft in Schwäbisch Gmünd nicht“, sagt er. In Schwäbisch Hall, Gaildorf und Heilbronn funktioniere der Handel.

Die Zurückhaltung der Käufer sei schon seit acht Jahren spürbar, sagt der Einzelhändler. Er führt das auf unterschiedliche Faktoren zurück. Schon beim Start sei er dem Gmünder Handels- und Gewerbeverein beigetreten. „Dort, aber auch bei der Stadt und beim Tourismus, tut sich zu wenig“, sagt er. So könne man in Schwäbisch Hall im ganzen August kostenlos parken, kostenlos mit dem Bus fahren. Damit werde auch geworben. Solche Initiativen seien ihm wichtig, „uns hilft auch ein weiteres Stauferfest in Schwäbisch Gmünd nichts“.

John Walter ist überzeugt davon, dass nur mit neuen Kräften von außen etwas vorankommen würde. Deshalb habe er sich immer für einen Citymanager ausgesprochen, der Erfahrungen mitbringe. Seit zwölf Jahren ist „Street One“ an diesem Standort Marktplatz 11.

Hauseigentümer Helmut Maile ist jetzt auf der Suche nach einem Nachmieter für das 180 Quadratmeter große Ladengeschäft. „Es sind Anfragen da, wir sind im Stadium der Vorverhandlungen“, sagt er. Priorität hat für ihn an der Stelle der Einzelhandel.

In der Gmünder Innenstadt haben in jüngster Zeit mehrere Unternehmen ihr Geschäft aufgegeben. Das Modegeschäft MeiLa war acht Jahre am Marktplatz vertreten, auch Deichmann (Schuhe) und Douglas (Parfümerie) in der Bocksgasse zählten in Gmünd zu den langjährigen Vertretern ihrer Branchen.

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