Sturmtief Antonia wütet stärker als ihre Vorgängerinnen

+
Sturmschäden Weißensteinerstr.
  • schließen

Viele Einsätze, aber keine großen Schäden: Das Sturmtief fällt Bäume in Serie und lädiert Dächer.

Schwäbisch Gmünd

Stärker als ihre Vorgängerinnen Ylenia und Zeynep. So stuft der Kommandant der Gmünder Feuerwehr, Uwe Schubert, die Wucht des Sturmtiefs Antonia ein, das in der Nacht zum Montag auch über den Gmünder Raum fegte. Die Feuerwehren mussten auch bei diesem dritten Sturm in Folge wieder zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, doch wirkliche Großereignisse hatten sie nicht zu bewältigen. Auch die Polizei bilanziert: „Im Großen und Ganzen blieb der Ostalbkreis von größeren Schäden durch das Sturmtief Antonia in der vergangenen Nacht verschont.“

Dabei hatte der Sturm morgens um fünf Uhr mit einem lauten Donner in vielen Gegenden „angeklopft“. Das war auch der Startschuss für die Einsatzkräfte. „Ab 5.01 Uhr waren wir im Einsatz“, sagt Uwe Schubert. Die ersten beiden Einsätze allerdings waren Fehlalarme, verursacht durch Brandmeldeanlagen in Gmünd und Bettringen. Ob die durch den Sturm und das Gewitter ausgelöst worden waren, war nicht zu klären.

Es folgten neun weitere Alarme. Unter anderem musste die Wehr die Bosch-Werksfeuerwehr unterstützen, als dort ein Hallendach teilweise abgedeckt wurde. Auch auf dem Parler-Gymnasium musste die Feuerwehr herabgefallene Ziegel ersetzen. In der Uferstraße war ein Baum bedrohlich in Richtung eines Hauses gekippt und musste gefällt werden. An einem Lastwagen wurde die Frontscheibe zertrümmert, als er auf der B 29 gegen einen umgestürzten Baum fuhr. Weiter westlich auf der Bundesstraße, zwischen den Anschlussstellen zwischen den Anschlussstellen Schorndorf-West und Schorndorf-Ost fuhr ein Krankenwagen, der in Richtung Gmünd unterwegs war, in Äste und Baumschnitt, die dort auf die Fahrbahn geweht worden waren. Am Krankenwagen entstand 5000 Euro Sachschaden. Das Fahrzeug musste abgeschleppt werden. Verletzt wurde - wie auch bei den anderen Sturmfolgen nach bisherigen Erkenntnissen - niemand.

Umgestürzte Bäume und auf der Straße liegende Äste meldete die Polizei an diesem Morgen in Serie, zum Beispiel auf der Kreisstraße bei Rattenharz, wo ein Auto beim Überfahren beschädigt wurde. In Leinzell in der Kirchgasse fiel ein Baum um, traf einen Sprinter und zerstörte dessen Planenaufbau. In der Gutenbergstraße in Gmünd wurden ebenfalls parkende Autos durch einen umstürzenden Baum beschädigt, ebenso im Hauberweg. Ein Einsatz der Welzheimer Feuerwehr zeigt, wie vorsichtig die Einsatzkräfte vorgehen mussten. Kommandant Jürgen Krauß berichtet, dass er und seine Kameraden kurz nach fünf Uhr gerufen wurden, weil ein großer umgestürzter Baum die Straße zwischen Gschwend und Welzheim blockierte. Die Wehrleute prüften, ob sich Fahrzeuge in dem Waldstück befanden, und zogen sich dann vorerst wieder zurück. „Das Risiko dass weitere Bäume umstürzen und dabei Einsatzkräfte verletzt werden, war zu diesem Zeitpunkt zu hoch“, so Krauß. Als der Wind etwas nachgelassen hatte, machten sie die Straße wieder frei.

Die Schäden im öffentlichen Bereich bedeuten auch viel Arbeit für die Mitarbeiter des Gmünder Baubetriebsamts. Die werden die Schäden nach und nach entfernen, sagt die stellvertretende Rathaussprecherin Ute Meinke - zum Beispiel den umgestürzte Baum beim Kinderspielplatz in Herlikofen.

Wir waren viel unterwegs, aber es gab keine größeren Schäden.“

Uwe Schubert,, Feuerwehrkommandant
  • Mit Wind ist weiterhin zu rechnen
  • Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass Wind weiterhin ein Thema ist. Für diesen Dienstag sagen die Meteorologen für Baden-Württemberg noch mäßigen bis frischen Wind mit starken bis stürmischen, im Bergland stürmischen Böen vorher. Auf Schwarzwaldgipfeln seien Sturmböen möglich. In der Nacht zum Mittwoch sei mit starken, vor allem im Bergland stürmischen Böen, im Feldbergbereich auch mit schweren Sturmböen zu rechnen. Auch für Mittwoch und Donnerstag meldet der DWD schwachen bis mäßigen Südwestwind mit frischen bis starken Böen.
Sturmschäden Weißensteinerstr.
Dem Parler-Gymnasium mussten de Wehrleute aufs Dach steigen.
Sturmschäden Weißensteinerstr.
In der Weißensteiner Straße musste die Gmünder Feuerwehr einen Baum entfernen, der auf ein Haus gefallen war. ÌÌFoto: Tom
Sturmschäden Gutenbergstr.
Sturmschäden Hauberweg
Sturmschäden Parler Gymnasium
Sturmschäden Hauberweg
Sturmschäden Parler Gymnasium
Sturmschäden Hauberweg
Sturmschäden Hauberweg
Sturmschäden Weißensteinerstr.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare