Sturz vom Parkhaus: Frau ist identifiziert

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Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche stürzte eine Frau vom Dach des Parkhauses am Gmünder Bahnhof.

Schwäbisch Gmünd. Am Montagnachmittag stürzte erneut eine Frau vom Gmünder Fehrle-Parkhaus – bereits eine Woche zuvor kam eine 17-Jährige auf dieselbe Weise zu Tode. Mittlerweile konnte die Frau, die nach dem Sturz im Krankenhaus ihren Verletzungen erlag, identifiziert werden. "Es handelt sich um eine 53-Jährige", sagt Holger Bienert, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Aalen. Polizeibeamte hatten am Unglücksort noch Erste Hilfe geleistet und versucht, die Frau zu reanimieren.

Der Tod in Folge von Fremdeinwirkung oder eines Unfalls könne laut Bienert ausgeschlossen werden. Identifiziert werden konnte die Frau vor allem, weil sie kurze Zeit vor ihrem Sturz bei der Polizei als vermisst gemeldet wurde.

Bereits eine Woche zuvor war eine 17-Jährige vom Dach desselben Parkhauses gestürzt und tot aufgefunden worden. Die Ermittlungen und eine Obduktion ergaben laut Bienert auch in diesem Fall, dass es sich weder um einen Unfall noch die Folge von Fremdeinwirkung handelte. Ein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen den beiden Frauen habe es nicht gegeben.

Keine baulichen Risiken

"Wir waren als Stadt schon vor Ort und haben uns die baulichen Gegebenheiten angesehen", sagt Schwäbisch Gmünds Pressesprecher Markus Herrmann. Die baurechtliche Situation sei in Ordnung, es gebe dort kein erhöhtes Unfallrisiko.

Nichtsdestotrotz soll geprüft werden, ob an dieser Stelle zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden können. "Mit Polizei, Gebäudemanagement und den Experten vom Ordnungsamt haben wir wir bereits einen extra Termin ausgemacht", ergänzt Herrmann.

Normalerweise berichtet diese Zeitung aufgrund des Nachahmungseffekts nicht über solche Ereignisse. Allerdings handelt es sich bereits um den zweiten Vorfall dieser Art in kurzer Zeit. Viele Besucher des Bahnhofes haben das Unglück darüber hinaus mitbekommen.

Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie unter Depressionen leiden oder Gedanken haben, Ihr Leben zu beenden. Zum Beispiel bei der Telefonseelsorge online unter www.telefonseelsorge.de, oder telefonisch unter den kostenlosen Rufnummern Tel. (0800) 1110111 und Tel. (0800) 1110222. Hier erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten.

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