Tempo 30 und besserer Takt für den Busverkehr

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Tempo 30 Verkehrsschild Schwäbisch Gmünd

Anregungen des Arbeitskreises Stadtentwicklung zu Innovationen im Nahverkehr.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadtrüstet sich für die Mobilitätswende, in der Innenstadt gemeinsam mit dem Handel, das betont der Arbeitskreis (AK) Stadtentwicklung. Auch ein interfraktioneller Antrag zur Erweiterung der Tempo-30-Zonen liege vor. Der AK Stadtentwicklung fordere die Ausweisung der gesamten Innenstadt als Tempo-30-Zone, wie es andere Städte in einem bundesweiten Pilotprojekt schon umsetzen würden.

Zur Mobilitätswende gehöre auch ein deutlich verbesserter Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV). Vor allem müsse der Busverkehr in Linienführung und Taktzeiten effizienter werden. Die Diskussion um die Pop-Up-Aktionen in den Schmiedgassen habe verdeutlicht, welche Belastung die vielen Busfahrten in der Kappelgasse und den Schmiedgassen für die Einzelhändler und Anwohner darstellen. Wie kann hier Abhilfe geschaffen werden? Vielleicht durch den Einsatz von „Schnellbussen“ in der Hauptverkehrszeit als Ergänzung zu den üblichen Kursen und Takten. Um in einem kleinen Ausschnitt eine neue, zukunftsfähige Gesamtkonzeption deutlich zu machen, betrachte man etwa den Bereich südlich der Innenstadt, wo die Linie 3 bereits verkehrt: Ab dem Bahnhof fährt der Bus über Straßdorf nach Waldstetten. Hierdurch würden einwohnerstarke Bereiche zusätzlich angebunden. Das bedeute einerseits die Entlastung der Innenstadtbereiche und es beschleunige Pendlerfahrten in der Hauptverkehrszeit. Der Schnellbus fahre nur einige, möglichst als Buskap angelegte Haltestellen an. Es können eventuell direktere Strecken gewählt werden.

Konkret könnte das so aussehen: Der Schnellbus fährt ab dem Bahnhof Gmünd über die Rektor-Klaus-Straße und nutzt dort die Haltestelle bei der HfG, anschließend fährt er Richtung Straßdorf parallel zur Linie 4, weiter nach Waldstetten und bildet damit eine Ergänzung zu Linie 4 und 21 (Omnibus Betz Waldstetten) und erschließt so die beiden einwohnerstarken Siedlungsgebiete Straßdorf und Waldstetten. Die weiteren Busse der Linie 21 und 2, die auch die Innenstadt bedienen, bleiben auf ihrem Linienverlauf, wobei hier dann auch auf andere Bedingungen Rücksicht genommen werden könne als nur auf den Bahnanschluss für Pendler. Diese Maßnahme verhindere zugleich die weitere Zunahme der Busfrequenz in der Kappelgasse. Die Verfügbarkeit von Bussen und Fahrern würde optimiert, da Ressourcen in der Hauptverkehrszeit durch schnellere und kürzere Fahrten geschaffen würden.

Große Herausforderung

Eine große Herausforderung für die Zukunft stelle der im Gemeinderat einstimmig beschlossene nachhaltige Technologiepark Aspen dar. Es bleibe zu hoffen, dass die vielen Betriebe der neuen Zukunftstechnologien, die sich auf den 42 Hektar Fläche ansiedeln wollen, wirklich nachhaltig, ökologisch und zukunftsgerecht bauen werden. Auf jeden Fall müsse bei der angekündigten Mobilitätswende dieses Industriegebiet in die Weiterentwicklung eines effizienten ÖPNV einbezogen werden. Die „gut für’s Klima“-Stadt könne nicht mit zubetonierten Flächen für Parkplätze der Mitarbeiter klimagerecht produzierender Firmen das Gmünd für morgen gestalten. Die allseits proklamierte Verkehrswende bedeute auch einen erhöhten Bedarf an Pendlerbussen, die südlich von Gmünd effiziente Verbindungen schaffen könnten.

Für den verbesserten Ausbau des ÖPNV sei eine Gesamtkonzeption vonnöten, die alle möglichen verkehrlichen Änderungen mitsamt ihren Auswirkungen auf neue Linienführungen und Erschließungen berücksichtigt. Der AK Stadtentwicklung freue sich darauf, in die n Beratungen miteinbezogen zu werden.

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