Terence Hill, der Rechberg und die Hauptsatzung

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Fußfoto Rechberg
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Weitere nicht ganz ernst gemeinte Reaktionen auf Forderung nach Umbenennung des Rechbergs.

Schwäbisch Gmünd. Den Rechberg in Terence Hill umbenennen? So richtig kommt diese Forderung, die ein Unbekannter unter dem Künstlernamen Swaggish Gmuend mit einer Online-Petition startete, nicht voran. 171 Unterzeichner vermeldete die Homepage am Freitagnachmittag. Dennoch beschäftigt das Thema die „sozialen Medien“ sehr. Und auch Leute, die sich sehr ernsthaft, weil beruflich, mit dem Rechberg befassen, greifen es auf. Zum Beispiel der Donzdorfer Bürgermeister Martin Stölzle, der von der Göppinger Zeitung NWZ dazu befragt wurde. Er sieht, wenn die Forderung Erfolg hätte, ein Problem auf seine Stadt zukommen. Immerhin gehört zu Donzdorf der Teilort „Reichenbach unter dem Rechberg“. Um diesen Namen zu ändern, müsste auch die Hauptsatzung der Stadt geändert werden, sagt Stölzle. Sein Fazit: „Uns wäre schon daran gelegen, dass der Rechberg der Rechberg bleibt.“ Auf jeden Fall habe er, als er von der Forderung erfuhr, überlegt, ob denn schon der 1. April ist. Im Übrigen kennt Martin Stölzle als gebürtiger Gmünder beide Seiten des Rechbergs. Gmünds Rathaussprecher Markus Herrmann ist bei diesem Thema inzwischen kürzer angebunden: Die Stadtverwaltung werde nicht in die detaillierte juristische Abklärung des Vorgangs eintreten, versichert er der Gmünder Tagespost.

Auch die Tourismuswerber machen sich ihre Gedanken. Schließlich sind der Rechberg und seine beiden Nachbarn, Stuifen und Hohenstaufen, wesentlicher Bestandteil des Werbekonzepts für Besuche im Stauferland. Holger Bäuerle, Tourismusmanager des Kreises Göppingen, hat sich, nicht ganz ernst gemeinte, Gedanken gemacht und reagiert auf die Petition so: „Sollte die Umbenennung des Rechbergs in Terence Hill erfolgreich sein, muss natürlich auch das touristische Marketing für die Drei-Kaiser-Berge angepasst werden.“ Doch wie viele Tourismuswerber sieht auch Bäuerle in neuen Gegebenheiten neue Chancen. „Drei Berge für ein Halleluja“, angelehnt an die Filmtitel des unschlagbaren Duos Schauspieler-Duos Terence Hill/Bud Spencer würde der Werbung des Stauferlands neue Perspektiven eröffnen, glaubt er schmunzelnd. Direkt betroffen von einer Umbenennung wäre der Graf von Rechberg. Doch der hat auf eine diesbezügliche Anfrage der NWZ bislang nicht geantwortet. ⋌Wolfgang Fischer

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