Theaterwerkstatt hofft auf Saison ohne Unterbrechung

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Regina Münsinger (links) und Petra Rohaczek sind zuversichtlich, die Stücke auch wirklich zeigen zu können.
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Nach Corona-Zwangspausen jetzt mit neuem Programm bis zum Mai 2022. Zuschüsse halten den Verein über Wasser.

Schwäbisch Gmünd

Viel Arbeit um wenig Theater: zehn Aufführungen hat der Verein Theaterwerkstatt für die Saison 2020/2021 geplant, nur drei konnten – vor zahlenmäßig kleinem Publikum – realisiert werden. In die neue Saison, die am Sonntag, 19. September beginnt, starten die Initiatorinnen Regina Münsinger und Petra Rohaczek mit großer Zuversicht. „Ausheutiger Sicht können wir die Stücke auf die Bühne bringen, sogar vor vollem Haus“, sagt Regina Münsinger. In der Theaterwerkstatt sind das gut 90 Plätze. Wer dabei sein will, muss geimpft, genesen oder getestet sein. Und während der Aufführung die Maske tragen.

Die Theaterwerkstatt hat die Lockdowns mit kleineren Blessuren überstanden. „Entscheidend dafür ist die Unterstützung aus dem Topf „Neustart Kultur“ der Bundesregierung“, sagt Petra Rohaczek. Ohne diese Fördergelder könnte der kleine Verein das Theater nicht tragen, trotz der Unterstützung durch die Stadt Schwäbisch Gmünd, die vor allem beider Miete entgegenkommt. Um den Fördertopf zu erreichen, wurde die Saison 2020/2021 bis Ende des Jahres verlängert. Stücke, die wegen Corona ausgefallen sind, stehen jetzt wieder auf dem Spielplan.Immerhin 40 Prozent der Ausgaben für eine Aufführung werden so ersetzt. „Fördervoraussetzung war, dass wir mit den Künstlerinnen und Künstlern neue Verträge abschließen“, sagt Regina Münsinger. Das hat das Leitungsteam, zu dem auch Linda Rohaczek zählt, in den Sommermonaten voll beschäftigt. Auch wenn keine Aufführungen stattfinden, bindet der Theaterraum Kräfte. Reinigungsarbeiten sind regelmäßig angesagt, wegen Corona zusätzlich die Desinfektionsmaßnahmen. Jetzt müssen sich die Verantwortlichen auch um weitere ehrenamtliche Unterstützung kümmern. Sie werden bei Aufführungen gebraucht, an der Kasse oder hinter der Bühne.

Veränderungen auch bei der Sitzplatzverteilung. Wegen Corona verzichtet man auf Platzreservierungen. „Wenn mal nur halb ausverkauft ist, können wir so das Publikum weiter auseinandersetzen“, so Regina Münsinger. Außerdem wird darauf geachtet, dass die Sicht auf die Bühne für alle Besucherinnen und Besucher passt. Die Theaterwerkstatt will sich langfristig ausrichten und braucht dazu auch das junge Publikum. Dafür wird aktuell ein Account auf Instagram angelegt. Neuigkeiten zu Aufführungen, aktuelle Entwicklungen und auch Rückblenden sollen die Zielgruppe erreichen.

Nun fiebern die Theaterwerkstatt-Verantwortlichen dem Start entgegen. „Sitzt“ heißt das neue Stück von Helge und das Udo. Seit 20 Jahren gibt es dieses Duo, nicht zum ersten Mal in Schwäbisch Gmünd. HelgeThun und Udo Zepezauer machen sich dazu Gedanken, und statt sich zur Ruhe zu setzen, setzen der versessene Kieler und der als sicher gesetzte Schwabe noch eins drauf. Das Beste setzen sie neu zusammen. Humor zum Auftakt.

Entscheidend dafür ist die Unterstützung aus dem Topf 'Neustart Kultur' der Bundesregierung.“

Petra Rohaczek,, Theaterwerkstatt
  • Zehn Aufführungen nach einer Corona-Durststrecke
  • Die Saison in der Theaterwerkstatt beginnt am Sonntag, 19. September um 18 Uhr mit Helge und das Udo.
  • Die weiteren Aufführungen: Hanna Hentschel, Chansonabend am Sonntag, 17. Oktober 18 Uhr mit Stücken von Marlene Dietrich, Hildegart Knef und Edith Piaf. „Leben leicht gemacht“ nennt Anna Piechotta das Musikkabarett am Samstag, 30.Oktober um 20 Uhr. Zwei Wochen später, am Samstag 13. November kommt Otmar Traber mit „Greta, wir bleiben wie wir sind.“ Franz Josef Strohmeier geht am 10. Dezember mit der Zeit und interpretiert Ludwig Thomas „Heilige Nacht“. Bernd Lafrenz ist Stammgast in der Theaterwerkstatt, er spielt am 21. und 22. Januar „Der Sturm –frei nach Shakespeare“. Wie zuhause sind auch Bernd Kohlhepp und Uli Boettcher in der Theaterwerkstatt. Am 26. Februar kommen sie mit ihrem Programm „Denn sie wissen (noch) nicht, was sie tun“. Hanna und Ben Hentschel sind am 26. März zu Gast: „Mother and Son“,heißt es dann. Am 30. April spielt das „Foursemble – Theater on Tour“. „Der Gott des Gemetzels“ steht auf dem Programm. Zum Abschluss stehen Anabella Akcal und Sarah Gros NF auf der Bühne, „Die Akte21/05 – aufgeklärt“ ist am Samstag, 14. Mai 2022 um 20 Uhr zusehen. Karten gibt es ab sofort im i-Punkt am Marktplatz. kust

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