Tipps vom Rad-Checker und der langsamste Radler

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Passanten nutzen den kostenlosen Check: Ein paar Tipps, ein paar Handgriffe, dann läuft das Rad wieder.

Das Fahrrad gibt's seit 200 Jahren, zum Geburtstag einen Gratis-Check und Wettbewerbe.

Schwäbisch Gmünd. Ein Tropfen Öl kann entscheidend sein, ein Zentimeter, ob der Sattel was taugt oder nicht. "Ich habe viele gute Tipps bekommen", sagte eine Mutter begeistert, als sie das Kinderfahrrad wieder selbst in die Hand nahm. Vorher hatte der Rad-Checker das Fahrzeug intensiv untersucht und auf Vordermann gebracht. "Man kann sich das Leben schwer machen", so ein weiterer hilfreicher Rat vom Rad-Check, "ein bisschen mehr Luft im Reifen macht's Radeln weniger mühsam." All das gab es am Freitag und Samstag vorm Gmünder Rathaus gratis.

Den 200. Geburtstag des Fahrrads nahm der Arbeitskreis Mobilität und Verkehr zum Anlass, zwei Tage rund ums Fahrrad zu organisieren. Mit allem, was dazu gehört: einem Riesenfahrrad von 5.40 Metern Länge und 3 Metern Höhe, Laufradwettbewerb, Radschnitzeljagd und Langsamfahrwettbewerb. Ein besonderer Hit war der Laufradwettbewerb. Dieses Rad für die Allerjüngsten sieht dem Urfahrrad des Freiherrn von Drais am ähnlichsten. Der Langsamfahrwettbewerb war haarig. Vier Langmeter bewältigen. Gezählt wurden die Sekunden, die ohne Absteigen überwunden wurden.

Die Radschnitzeljagd-Strecke hatte es in sich. Es wurden keine Zeiten gemessen, sondern die Anzahl der angefahrenen Stationen, von denen man jeweils einen Stempel erhielt. Insgesamt waren 15 Geschäfte, Bäcker, Gasthöfe, Dorfladen, Apotheke, Tankstellen und Fahrradhändler mit dabei. Das "Schnitzelfeld" zog sich von Wißgoldingen, Rechberg, Straßdorf, Bettringen, Großdeinbach, Herdlinsweiler, Herlikofen, Weststadt, Bargau, Lindach, Oststadt, Rehnenhof bis Degenfeld. Hier ging es nicht um Minuten, sondern um die Ehre. Die Preise waren in Euro von 75 bis 10 bestückt.

Ganze Familien hatten sich auf den gemeinsamen Radtag begeben. "Gratulation, und bleibt dem Rad treu", sagte Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, übergab Medaillen, Preise und Pokale und zog den Gewinner des blauen Jubiläumsfahrrads mit dem Slogan "200 Jahre Fahrrad". Leonie Heubach aus Börtlingen war die Gewinnerin. Erst ging's zum Rad-Check: Sattelhöhe passend eingestellt, Reifen ordentlich aufgepumpt, Kette akkurat geölt, Bremsen und Licht überprüft, dann konnte sie ihr 7-Gang-Rad mit nach Hause nehmen.

Vorsitzender Thomas Kaiser vom AK Mobilität und Verkehr sieht die Radfahrmöglichkeiten in Schwäbisch Gmünd übrigens positiv. "Natürlich ist da noch viel Potenzial nach oben", sagt er, aber es gehe eindeutig vorwärts mit der Umsetzung.

Die Sieger: Langsamfahrwettbewerb mit Pokal: 1. Ulrike Ehrenberg (22:45 Sekunden), 2. Erich Wenzel (20), 3. Lukas Heubach (18:32). Rad-Schnizeljagd mit Europreis: 1. Andreas Franke, 2. Sophia, Kimberly, Cassidy Wiedmann; weitere Sieger: Michael Geller, Manfred, Gabriel, Rosi und Tom Roth.

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