Trotz Corona viele Pläne

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Schulen, Straßen, Friedhöfe: An vielen Stellen in den Ortsteilen will oder muss die Stadt in diesem und dem nächsten Jahr investieren. Einige Projekte hängen noch von Fördergeldern ab. Fotos/Collage: tom/ca
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Welche Projekte in diesem und nächstem Jahr in den Gmünder Teilorten umgesetzt werden könnten. Neue Lösung für Strümpfelbachbrücke in Bettringen gefunden.

Schwäbisch Gmünd

Auch wenn Corona das alles überstrahlende Thema dieser Tage ist und auch die Gmünder Stadtkasse gehörig strapaziert: Es tut sich auch noch etwas abseits der Pandemie. Die Stadtverwaltung hat den Teilorten in den vergangenen Wochen Vorschläge für Investitionen in diesem Jahr unterbreitet. Rathaussprecher Markus Herrmann lobt die Kooperation der Ortschaftsräte bei diesen Sitzungen.

Kämmerer René Bantel mahnte, man müsse bei den Investitionen "auf Sicht fahren". Wenn der Gemeinderat den Haushaltsplan genehmigt, könnte in den Stadtteilen in den nächsten Monaten unter anderem diese Vorhaben umgesetzt werden.

  • Hussenhofen: Dort sollen in diesem Jahr vier Millionen Euro investiert werden, so viel wie in keinem anderen Stadtteil. Das haben Oberbürgermeister Richard Arnold und René Bantel im Ortschaftsrat angekündigt. Für die Generalsanierung der Mozartschule sind bis zum Ende der Maßnahmen 7.8 Millionen Euro eingeplant, mit den Außenanlagen 8.3 Millionen Euro. Für die Sanierung des Kindergartens St. Katharina ist der zweite Teilbetrag mit 56 500 Euro vorgesehen. Die Erschließung des Baugebiets "Teckstraße Süd" inklusive Lärmschutzwand und Straßenbeleuchtung werde mit 772 000 Euro beziffert. 430 000 Euro sollen in den Neubau der Stützmauer am Krümmlingsbach fließen. Die bereits begonnene naturnahe Umgestaltung des Mühlbachs kostet zum Schluss 230 000 Euro. Für die Sanierung der Ortsdurchfahrt sind in diesem Jahr 1,2 Millionen eingeplant.

Bargau: Auf Drängen der Ortschaftsräte hat die Stadtverwaltung die Fenster-Sanierung an der Südseite der Scheuelbergschule vorgezogen, die Arbeiten laufen bereits. Die Gesamtsanierung steht für 2023 auf dem Plan. Vorgesehen sind auch 331 000 Euro für die Erschließung der Erweiterung des Gewerbegebiets Strutfeld. Handlungsbedarf besteht noch bei der Schaffung neuer Kindergartenplätze. Und natürlich steht das Gewerbegebiet Aspen im Raum, auf dem die Stadt Firmen und Einrichtungen, die an Wasserstoff-Antrieben arbeiten, konzentrieren möchte.

Weiler: In Weiler steht der Vorschlag der Verwaltung im Raum, das Bezirksamt ins Feuerwehrhaus zu verlegen. So könnten Räume doppelt genutzt werden. Das Bezirksamt wäre barrierefrei erreichbar. Und die Stadt hätte die Chance, Fördergeld für den Ausbau des Feuerwehrhauses zu bekommen. Allerdings müsste die Feuerwehr dafür ihre Pläne ändern. 50 000 Euro sind für die Planung vorgesehen.

Degenfeld: Der Teilort soll wachsen. Deshalb will die Stadt 2021 und 2022 dort Grundstücke für ein neues Baugebiet Degenfeld-Süd am Ortsausgang Richtung Lauterstein aufkaufen.

Bettringen: Die Fachräume in der Uhlandschule sollen zügig umgebaut werden. In den Kindergarten "Sternschnuppe" sollen 232 000 Euro fließen, zudem soll 2021 an der Kindertagesstätte Arche eine weitere Krippengruppe geschaffen werden. Knapp 1,9 Millionen Euro wird die Verlängerung der Lise-Meitner-Straße auf dem Gügling kosten. Der Ottilienfriedhof soll ein Gemeinschaftsgrabfeld erhalten. 60 000 Euro sind dafür vorgesehen. Für die Sicherung der maroden Strümpfelbachbrücke haben die Planer einen anderen Weg als den bisher vorgesehenen Abbruch gefunden: Mit dem Bau einer Stützmauer am Bach könnte der Abriss zumindest hinausgezögert werden. Für die Stützmauer sieht die Verwaltung in diesem Jahr 50 000, im nächsten Jahr 350 000 Euro vor.

Straßdorf: 770 000 Euro sind vorgesehen, um weitere U3-Plätze im Kindergarten Emerland zu schaffen. Für ein neues Feuerwehrfahrzeug könnten 400 000 Euro fließen. Der Sportboden in der Römerhalle soll für 280 000 Euro ausgetauscht werden. Für die Sanierung der Straßdorfer Ortsdurchfahrt ist eine erste Rate von 260 000 Euro eingeplant, insgesamt soll sie 1,26 Millionen Euro kosten.

Rechberg: Dort ist der Endausbau des Wohngebiets Hartäcker V (wo bereits alle Plätze verkauft sind) vorgesehen. Im Anschluss daran soll 2022 ein Spielplatz angelegt und der Spielplatz im Schlossbühlweg saniert werden.

Großdeinbach: Der Umbau des Jugendraums für die Großdeinbacher Feuerwehr soll realisiert werden, der Außenbereich des Kindergartens Pfiffikus wird für rund 22 000 Euro erneuert. Mit 223 000 Euro ist die Bushaltestelle Kleindeinbacher Straße veranschlagt, die barrierefrei werden soll. Außerdem soll viel Geld in den Breitbandausbau in Großdeinbach fließen.

Rehnenhof/Wetzgau: Die Stadt hofft auf EU-Fördergeld für den Bau eines mit 235 000 Euro veranschlagten Gemeinschaftsgebäudes für die Akteure im Himmelsgarten. Weitere Einrichtungsgegenstände und 200 000 Euro für die Außenanlagen der Friedensschule stehen in der Planung. Zudem sollen 2021 Unterflurcontainer für die Abfallbeseitigung beim Rewe-Markt eingebaut werden. Ebenfalls im Etatentwurf verankert ist der Endausbau "Wetzgau West II" mit 250 000 Euro sowie unter anderem der Umbau des Kreisverkehrs "Obere Halde".

Lindach: Dort sind Investitionen für die Einrichtung der Eichenrainschule sowie für die Erneuerung des Schulpavillons vorgesehen. Der Sportplatz soll eine Beregnungsanlage erhalten. Für den Lindacher Friedhof ist eine Komplettsanierung der Wege und Mauern vorgesehen.

Der Haushalt kommt in den Gemeinderat

Was konkret die Stadt in diesem Jahr ausgeben kann, muss und möchte, wird an diesem Mittwoch klarer. Dann bringt die Verwaltung die Entwürfe der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2021 sowie der Wirtschaftspläne der städtischen Eigenbetriebe in den Gemeinderat ein, ebenso wie die Haushaltssatzung der Hospitalstiftung. Die Fraktionen des Gemeinderats werden intern über diese Planentwürfe beraten und in einer späteren Sitzung ihre Stellungnahmen dazu abgeben.

Außerdem stehen an diesem Mittwoch diese Punkte auf der Tagesordnung: Ausschreibung der CCS-Gastronomie; Jahresabschluss 2019 der Vereinigten Gmünder Wohnungsbaugesellschaft mbH (VGW mbH); Annahme von Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen; Bekanntgaben; Anfragen.

Interessierte können die Sitzung, die um 16 Uhr beginnt, im Peter-Parler-Saal des Stadtgartens verfolgen (an medizinische Maske denken).

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