Über Instagram und Co. nachdenken

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Die Siebtklässler der Friedensschule setzen sich in der Gmünder Eule mit den sozialen Medien auseinander.

Im Rahmen der Kampagne „Bitte Was?! - Kontern gegen Fake und Hass“ haben Siebtklässler der Friedensschule an einem Workshop des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg in der Eule teilgenommen.

Schwäbisch Gmünd

Der Workshop zum „Safer Internet Day“ für die Siebtklässler der Friedensschule stand unter dem Motto „Ich im Instaversum - Was Instagram mit uns macht.“ Damit das Thema den Jugendlichen möglichst authentisch nähergebracht wird, wurden im Rahmen der Kampagne „Bitte Was?! - Kontern gegen Fake und Hass“ des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg Simon Ihlenfeld und Thomas Sachsenmaier per Video in die Wissenswerkstatt Eule zugeschaltet. Die beiden sind seit Jahren in den sozialen Medien zu Hause und produzieren mit ihrem „GmündCast“ einen erfolgreichen lokalen Podcast, der Geschichten von Menschen aus der Stauferstadt in den Fokus nimmt. Sie berichteten von ihren Erfahrungen in Instagram und den sozialen Medien, die sie auf keinen Fall verteufeln wollen.

Hass und Neid sind Thema

Es gebe jedoch einiges was es in Sachen soziale Medien zu beachten gilt, erklärten die beiden: Neben der Privatsphäre und der Dauerhaftigkeit der einmal versendeten Bilder, seien Neid und Hass ein wichtiges Thema. Simon Ihlenfeld, der selbst eine Internetagentur betreibt, wies darauf hin, dass „sehr viele Bilder und Szenen, die wir als entspannt wahrnehmen, durchdacht gepostet sind und viel Vorarbeit benötigen“.

Thomas Sachsenmaier betonte, dass man in sozialen Netzwerken, mehr als im realen Leben, mit schwierigen Kommentaren und verletzenden Botschaften konfrontiert wird. Und dennoch können diese Netzwerke „großen Spaß machen“.

Die Gratwanderung zwischen Spaß und Reflexion griff Alexander Weller vom Landesmedienzentrum im zweiten Teil des Workshops auf. Jetzt durften die Siebtklässler selbst aktiv werden. Die Jugendlichen erarbeiteten in Gruppen kleine Storys für kurze Filme, in welchen die Bildprotagonisten entweder von Influencern beeinflusst werden oder einem suchtähnlichen Verhalten in sozialen Netzwerken entgegentreten lernen. So wurde aus der theoretischen Welt eine handlungsorientierte Gemeinschaftsproduktion, die den Schülern viel Spaß bereitete. Die Gmünder Eule, so die Veranstalter, sei hierfür der ideale Veranstaltungsort gewesen. Welche Hinweise des Tages die Schüler letztendlich mitnahmen, blieb jedem und jeder selbst überlassen: War es die Wahrnehmung der sozialen Netzwerke im Allgemeinen? Der eigene Umgang mit ihnen? Oder einfach nur das Erlebnis eines gemeinsamen Videodrehs? So oder so war es erfolgreicher Workshop mit nachhaltigen Eindrücken.

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