Ukrainer trainieren in Vereinen

+
Willkommensgruß in der Landessprache
  • schließen

Sportangebote werden angenommen. Bislang 557 Geflüchtete bei der Verwaltung registriert.

Schwäbisch Gmünd. Viele Gmünder Sportvereine bieten Flüchtlingen aus der Ukraine an, an ihrem Training teilzunehmen. Und dieses Angebot wird nach Kenntnis der Stadtverwaltung auch bereits genutzt. Die Normannia, der Gmünder Schwimmverein und viele andere Vereine hätten sich bereits darauf eingestellt, Menschen aus der Ukraine am Training teilnehmen zu lassen. sagt Rathaussprecher Markus Herrmann auf Anfrage der Gmünder Tagespost. Sportbürgermeister Christian Baron hatte die Vereine in der vergangenen Woche dazu aufgefordert, den geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nach Möglichkeit solche Angebote zu machen. Gleichzeitig wurden die bei der Stadt registrierten Flüchtlinge in einem Schreiben über die Angebote des Vereinssports in Gmünd informiert. Einige Flüchtlinge seien auch bereits von sich aus direkt auf Vereine zugegangen. Allgemein zeige sich, dass die Menschen aus der Ukraine sehr aufgeschlossen seien und Kontakte suchten, fasst Herrmann zusammen.

200 Wohnungen gemeldet

557 geflüchtete Menschen aus der Ukraine waren bis Mittwoch Nachmittag im Gmünder Rathaus registriert. Diese Zahl liegt um 19 über dem Stand der Vorwoche. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte Bürgermeister Baron darauf hingewiesen. dass die Zahl der Neuankömmlinge abgeflacht sei. Die Verwaltung, die einen Koordinierungsstab für diese Aufgabe eingerichtet hat, sei jedoch darauf vorbereitet, dass sich diese Zahl sehr rasch, abhängig vom Kriegsverlauf in der Ukraine, wieder erhöhen könnte. Rathaussprecher Herrmann weist zudem darauf hin, dass die Zahl der Flüchtlinge in Gmünd noch viel höher sein dürfte, viele seien sicher bei hier lebenden Verwandten oder Bekannten untergekommen.

Aus der Bürgerschaft wurden dem Rathaus bislang rund 200 Wohnungen gemeldet, in denen Menschen aus der Ukraine wohnen könnten. Etwa 110 davon habe die Verwaltung inzwischen geprüft und für geeignet befunden, sagt Markus Herrmann. 61 davon seien bis Mittwoch auch vermittelt worden, oft an Familien. Auch dieses Verhältnis zeige, dass zahlreiche Flüchtlinge privat untergekommen seien. Das Christliche Gästezentrum Schönblick hat ebenfalls 50 Menschen aus der Ukraine aufgenommen. Wolfgang Fischer

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare