Umweltzone in Gmünd soll fallen

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Wegen dauerhaft besserer Werte: Regierungspräsidium prüft Aufhebung noch in diesem Jahr.

Schwäbisch Gmünd. Wer bislang mit seinem Kraftfahrzeug in die Gmünder Innenstadt fahren möchte, braucht - abgesehen von einigen Ausnahmen - eine grüne Feinstaubplakette an der Windschutzscheibe. Das könnte allerdings bald wieder überflüssig werden: Das Land prüft, ob die Umweltzonen in verschiedenen Städten, die inzwischen eine dauerhaft gute Luftqualität aufweisen, aufgehoben werden. Gmünd zählt zu den Kandidaten für diese Lockerung.

In Gmünd gilt die Umweltzone seit Anfang 2013. Grund: Wegen der Tallage hatten sich die Luftschadstoffe durch den Fahrzeugverkehr in der Innenstadt konzentriert und Grenzwerte für Feinstaub und Stickoxid überschritten. Deshalb hatte das Regierungspräsidium für betroffene Städte einen Luftreinhalte- und Aktionsplan entwickelt - und der sah für Gmünd die Einrichtung einer Umweltzone vor. Die Stauferstadt gehörte seinerzeit zu den ersten Orten im Land, in denen eine solche Verbotszone ausgewiesen wurde.

Doch inzwischen sieht die Sache anders aus. Weil die Luftqualität in einigen dieser Städte deutlich verbessert wurde, schreiben die zuständigen Regierungspräsidien die Luftreinhaltepläne fort. Geprüft werden neben Schwäbisch Gmünd insbesondere die Städte und Gemeinden Heidelberg, Ilsfeld, Karlsruhe, Pfinztal, Schramberg, Urbach und Wendlingen, meldet das baden-württembergische Verkehrsministerium. In diesen Städten sei seit 2019 ein Jahresmittelwert bei Stickoxid von unter 35 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen worden. Angestrebt wird, die Umweltzonen in diesen Städten noch in diesem Jahr aufzuheben. Einen Grund für diese Veränderung sieht Verkehrsminister Winfried Hermann darin, dass die Kraftfahrzeuge im Durchschnitt immer weniger Schadstoffe ausstoßen.

Beibehalten werden sollen die Umweltzonen in Städten, in denen die Grenzwerte nur knapp unterschritten wurden, zum Beispiel in Ludwigsburg, Stuttgart in Reutlingen. In Balingen dagegen wurde die Zone bereits aufgehoben. Die Schadstoffwerte in der Luft seien dort trotzdem nicht gestiegen. wof

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