Unkomplizierter Weg zur ersehnten Impfung

  • Weitere
    schließen
+
Viele Ärzte und Mitglieder von Bergwacht und Malteser sind ehrenamtlich im Einsatz. 

693 Impfwillige aus Schwäbisch Gmünd und Waldstetten kommen in die Großsporthalle. Fortsetzung vermutlich am kommenden Samstag.

Schwäbisch Gmünd

Der Impfstoff von AstraZeneca ist an diesem Samstag in Schwäbisch Gmünd begehrt. Bei der großen Impfaktion in der Sporthalle lassen sich am Samstag 693 Menschen aus Schwäbisch Gmünd und Waldstetten die ersehnte Spritze geben.

Unter ihnen auch zahlreiche Beschäftigte aus Gastronomie und Handel. Für die meisten ist es die erste Impfung. Wie für Waltraud Ullrich, die die spontane Aktion der Gmünder Ärzteschaft und der Stadtverwaltung lobt. „Bis jetzt ist es mir nicht gelungen, einen Termin für ein Impfzentrum zu bekommen, hier war die Anmeldung auf der Homepage der Stadt völlig unkompliziert“, sagt sie. Mit dem Impfstoff hat sie kein Problem, „das Risiko halte ich für gering“. Sie lobt auch die Organisation vor Ort. Ein Punkt, den auch Gmünds Erster Bürgermeister Christian Baron hervorhebt: „Obwohl Ärzte, DRK-Bergwacht und Malterser keine Generalprobe absolvieren konnten, gab es keine Reibungspunkte. Das haben die Ärzte perfekt organisiert.“ Zustande gekommen ist sie auf Initiative von Dr. Wolfgang Winker. Er konnte die nötige Zahl an Impfdosen Land ziehen. Ihm ist es nicht nur gelungen, seine niedergelassenen Kollegen und Ärzte des Stauferklinikums ins Boot zu holen. Er ist bei der Rettungshundestaffel der DRK-Bergwacht engagiert, seine Frau Dr. Birgit Winker bei der Rettungshundestaffel der Malteser.

Der Impfstoff ist mir egal, Hauptsache ich kann bald wieder mehr Freiheiten genießen.“

Christine Michalke

Alles im Ehrenamt

Aus beiden Organisationen kommen an diesem Samstag mehr als 40 Ehrenamtliche mit Fachwissen als Impfhelfer zum Einsatz. Im Gegenzug erhalten DRK-Bergwacht und Malteser die kompletten anfallenden Honorare. Ärzte wie Helfer arbeiten an diesem Samstag in zwei Schichten rein ehrenamtlich. Dabei herrscht eine gute Stimmung, nicht nur bei den Wartenden vor der Großsporthalle, die endlich in der Sonne stehen können. Ramona Heissenberger ist eine der Impfhelferinnen und freut sich, „dass alles so reibungslos läuft, dass die Menschen echt dankbar für das Angebot sind“.

In acht Impfstraßen wird parallel gearbeitet, Initiator Dr. Wolfgang Winker hat die Abläufe im Blick, muss aber kaum eingreifen. Er schätzt die große Unterstützung durch seine Kollegen, auch die Tipps von Dr. Alexander Stütz, der das Impfthema in der Kreisärzteschaft vertritt und an diesem Tag im Einsatz ist.

Schon jetzt haben die Impfteams wie die frisch geimpften einen weiteren Termin im Blick: Am Samstag, 26. Juni, treffen sich beide wieder. Dann ist der zweite Impftermin angesagt, exakt zum selben Zeitpunkt wie bei der Erstimpfung. Zeitliche Kompromisse sind aber möglich. „Wenn jemand keine Zeit hat oder einen größeren Abstand zwischen den beiden Impfungen wünscht, können wird das auch regeln“, sagt Dr. Wolfgang Winker.

Fortsetzung am Samstag?

Zunächst hat er einen früheren Termin im Blick: Wenn alles glatt läuft, kann am nächsten Samstag eine weitere Impfaktion in der Sporthalle laufen. Dann mit vielleicht 250 Impfdosen. Die genaue Zahl steht Anfang der Woche fest. Die Stadt wird erneut auf ihrer Homepage den Impfzugang schaffen. Und wieder gibt es AstraZeneca. „Der Impfstoff ist mir egal, Hauptsache ich kann bald wieder mehr Freiheiten genießen“, sagt Christine Michalke aus Schwäbisch Gmünd. Sie hat am Samstag den ersten Teil hinter sich gebracht. Kuno Staudenmaier

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL