Veranstaltungen im Gmünder Remspark: Stadt gibt mehr aus als nötig

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Die Macher am Eingang des Remsbühne-Areals (v.l.): Susanne Wolf und Jonas Grill (Interimsbetriebsleiter CCS), Veranstaltungsleiter Hans Peter Spitznagel und Markus Herrmann von der städtischen Touristik&Marketing GmbH.
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Rund 50 Veranstaltungen bis Oktober auf der Bühne im Remspark – Start mit Sommerfest bei freiem Eintritt.

Schwäbisch Gmünd. Ein Fest, zwei Bands, freier Eintritt: Mit einem Sommerfest startet auf der Gmünder Remsparkbühne ein langer Sommer mit rund 50 Veranstaltungen. Zum Sommerfest am Freitag, 13. August, spielt erst die italienische Band „DUEpiuDUE“, danach übernimmt die achtköpfige Funk-Formation „Fatcat“. 500 Zuhörer werden eingelassen, statt Bestuhlung gibt es Fest-Mobiliar: Schrannen und Bierbänke. Bewirtung gibt es von der Stadtgarten-Gastronomie.

„Wir haben etwa 50 Veranstaltungen bis Mitte Oktober auf dem Programm“, sagt Hans Peter Spitznagel, der Veranstaltungsleiter im Remspark. Die dort aufgebaute Freiluft-Bühne mit Zeltdach wird über den Sommer ein zentraler Veranstaltungsort sein in Gmünd. 324 Stühle stehen unter dem Zeltdach vor der Bühne, die Hälfte kann von Zuschauern belegt werden. Im Moment reicht die Möglichkeit der Kontaktverfolgung (per App oder Zettel) aus, Masken müssen keine getragen werden. Ob das so bleibt, ist ungewiss: „Unter Umständen ändert sich das Anfang September so, dass dann 3G gilt“, sagt Spitznagel.

Nach dem Sommerfest am 13. August wird an jedem Wochenende etwas geboten sein auf der Remspark-Bühne, "zum Teil auch unter der Woche", sagt Hans Peter Spitznagel. Vom 2. bis 4. September etwa gibt es jeden Abend einen anderen Künstler zu sehen. Zuerst den Kabarettisten Jochen Malmsheimer, dann tritt der Boogie-Woogie-Pianist Axel Zwingenberger auf, tags darauf wird sich der Comedian Nikita Miller präsentieren. "der ist ein echter Shootingstar", sagt Spitznagel." Die Ticketpreise liegen jeweils knapp unter 20 Euro. Sogar ein Neujahrsempfang wird auf der Remsparkbühne stattfinden. "Nur wird er nicht mehr so heißen, aber der abgesagte Gmünder Neujahrsempfang der Frauen soll nachgeholt werden", sagt Markus Herrmann.

Wir schießen trotzdem noch bei jedem Konzert etwas zu.“

Markus Herrmann, Touristik&Marketing GmbH

Mit der Zahl der Veranstaltungen kann es der Bühnenzauber in diesem Jahr fast mit den Programmen der „Gmünder Sommer“ von 2015 und 2016 aufnehmen, wo jeweils zwischen 60 und 70 Termine im Remspark-Kalender gestanden sind. Bei der Zahl der Gäste wird es allerdings anders aussehen: „Damals waren oft 600 bis 700 Leute da“, erinnert sich Markus Herrmann an die Vor-Corona-Zeiten. Herrmann ist Chef der Gmünder Touristik&Marketing GmbH, die zusammen mit dem CCS die Reihe organisiert.

Diesmal dürfte es rund ein Viertel der damaligen Zuschauerzahl werden – mit entsprechen Folgen für die Kosten. Gut 200 000 Euro kostet die geplante Saison auf der Remsparkbühne, es ist ein Zuschussgeschäft, in doppelter Hinsicht: „Ohne den Zuschuss von 90000 Euro von der Bundesstiftung Kultur könnten wir das nicht machen, die brauchen wir“, sagt T&M-Chef Herrmann , „und wir schießen trotzdem noch bei jedem Konzert etwas zu.“ Zu den üblichen Kosten kommen der erhöhte Personalbedarf fürs Hygienekonzept und die entsprechenden Kontrollen. „Die Künstler sind sehr entgegenkommend bei den Gagen, aber wir wollten das ehrlich gesagt gar nicht ausreizen.“ Die städtische GmbH gibt bewusst etwa mehr Geld aus als sie unbedingt müsste für diesen Kultursommer. Herrmann: „Es ist ja auch die Absicht, Künstler und Techniker zu unterstützen.“ Bernd Müller

Info: Das Sommerfest mit den beiden Bands „DUEpiuDUE" und „Fatcat“ steigt am Freitag, 13. August. Einlass ist um 17 Uhr, ab 18.30 Uhr spielt die italienische Band DUEpiuDUE, die Funk-Musiker von Fatcat kommen um 21.30 Uhr auf die Bühne.

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