Verbrauch von Flächen reduzieren

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Bürgermeister Dr. Joachim Bläse nach seiner Wiederwahl. OB Richard Arnold gratuliert.

„Die Linke“ appelliert an Landrat Dr. Joachim Bläse und an Gmünds OB Richard Arnold.

Schwäbisch Gmünd. Den Ostalbkreis sozial und lebensfreundlich zu entwickeln: Mit diesem schriftlichen Appell wenden sich die Fraktionen „Die Linke“ im Gemeinderat der Stadt Schwäbisch Gmünd und im Kreisrat des Ostalbkreises an Landrat Dr. Joachim Bläse und an den Gmünder Oberbürgermeister Richard Arnold.

Hintergrund: Derzeit befassen sich eine Reihe von Gemeinden des Landkreises mit Fortschreibungen ihrer Flächennutzungspläne, beziehungsweise mit dem Entwurf eines neuen Flächennutzungsplans (FNP). Der Gmünder Entwurf des Flächennutzungsplans plane bis zum Jahr 2035 mit einem Flächenverbrauch von 262 Hektar. Das sei das Sechsfache der Größenordnung, die der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung als Zielgröße nennt. Hier werden 2,5 Hektar pro Tag genannt. „Umgerechnet auf Schwäbisch Gmünd ergebe das maximal 43,6 Hektar für die kommenden 15 Jahre“, schreiben Die Linken.

Die Stadt Gmünd würde also damit ihren Flächenverbrauch nicht reduzieren, sondern drastisch erhöhen. „Wenn das auch die anderen Kommunen in Baden-Württemberg so machen würden, wäre das die eineinhalbfache Fläche des Bodensees“, heißt es weiter.

Die Linken fordern den Landrat auf, Lösungsvorschläge zu erarbeiten, die dem Ostalbkreis insgesamt dienen. Dies betreffe unter anderem auch die Ausweisung von interkommunalen Gewerbegebieten an vertretbaren Standorten und gemeinsame Vorgaben für einen schonenderen Umgang mit den noch nicht versiegelten Flächen im Kreis.

Den Gmünder OB Richard Arnold bitten die Linken eindringlich, seinen Kolleginnen und Kollegen im Ostalbkreis als gutes Beispiel voranzugehen. „Zeigen Sie, dass es auch anders geht! Legen Sie unserem Gemeinderat einen neuen Flächennutzungsplan-Entwurf vor, der von einem realistischen und maßvollen Flächenbedarf ausgeht und sich an den Zielen der Landesregierung orientiert!“

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