Verbundenheit mit Gmünd zum Ausdruck bringen

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Verkaufsaktion Münsterbauverein
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Ein Knirps zum Erhalt der sakralen Denkmäler Gmünds - und weitere Pläne.

Schwäbisch Gmünd.Ein Stockschirm mit Gmünder Motiven, fotografiert von Johannes Paus, war für den Münsterbauverein ein voller Erfolg. Nachdem die tausend Exemplare vor gut einem Jahr relativ schnell ausverkauft waren, gibt es nun eine praktische Neuauflage: einen Knirps mit einigen neuen Motiven wie etwa dem Heiligen Grab im Münster oder dem Himmelsstürmer.

Dekan Robert Kloker, Erster Vorsitzender des Vereins, stellte den Blickfang mit neuer Rosette zusammen mit seinen Stellvertretern Andrea Rack und Hans-Dieter Beller am Mittwochnachmittag im Kapitelshaus vor. Mit von der Partie war Martin Röttele vom gleichnamigen Modehaus, ein Kooperationspartner, der sehr zum Verkaufserfolg des ersten Stockschirms beigetragen habe, dankte ihm der Vorstand: 400 Exemplare wurden allein bei ihm am Kalten Markt ehrenamtlich verkauft, so dass der volle Gewinn beim Münsterbauverein blieb. Ab Montag, 14. März, werden die neuen Knirpse bei Röttele Männermoden die Schaufenster zieren und für 25 Euro erhältlich sein, ebenso in der Einhorn-Apotheke.

In den Wochen vor Ostern wird es außerdem auf dem Wochenmarkt mehrere Verkaufsaktionen zugunsten des Münsterbauvereins geben, wo neben dem Knirps auch edle Handtücher erhältlich sein werden, auf die Maßwerke vom Gmünder Münster gestickt sind. Dazu gibt es eine feine Seife aus einer Stuttgarter Seifenmanufaktur. Passend zu Ostern kann der Verein auch mit dem Kauf eines Schoko-Doppelhasen unterstützt werden, der in der Klosterkonditorei der Franziskanerinnen von Bonlanden hergestellt wurde.

Wie aufwendig es ist, einen solchen Schirm produzieren zu lassen, machte Andrea Rack deutlich: Der richtige Hersteller müsse gefunden und die passende Bildauswahl getroffen werden. Nach dem Probeabzug sei sodann der Druck noch eine Herausforderung. Und danach ist Geduld angesagt, weil sich wegen Corona alles verzögere. Das Ergebnis, das nun rechtzeitig einige Wochen vor Ostern vorliegt: ein kunstvoll anmutender Regenschutz, der zeigt, wie reich die Stadt an herausragenden sakralen Denkmälern ist. Genau das Richtige für Menschen, die ihre Verbundenheit mit Gmünd zum Ausdruck bringen wollen.

Zehn Bauabschnitte

Die Aufgaben des Vereins seien groß, erläuterte Dekan Kloker. Bis 2023 werde das Gerüst einmal ums Münster wandern, um in zehn Bauabschnitten Sicherungsarbeiten durchzuführen. Ein Bauabschnitt koste rund 600 000 Euro; 50 000 Euro müssen durch Spenden finanziert werden. Hinzu komme derzeit eine aufwendige Restaurierung des Heiligen Grabes. All dies könne die Gemeinde nur dank der Unterstützung durch den Münsterbauverein stemmen.

In Zeiten von Corona, in denen der Verein keine Vorträge oder Reisen anbietet, sei der Verkaufsstand auf dem Wochenmarkt besonders wichtig, um bei den Menschen in Erinnerung zu bleiben, erklärte der Dekan. Weiterer Effekt: am Stand können neue Mitglieder geworben werden. Rund 500 sind es derzeit, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen den Erhalt des Heilig-Kreuz-Münsters und der Johanniskirche unterstützen. Immerhin ist das Heilig-Kreuz-Münster aus dem 14. Jahrhundert die älteste gotische Hallenkirche in Süddeutschland und gilt als eines der Hauptwerke der Parler. Und die staufische Johanniskirche, ein Wahrzeichen der Stadt aus dem 13. Jahrhundert, ist ein bedeutendes Bauwerk der schwäbischen Spätromanik.

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