Viel Lob für Joachim Bläses Wirken in Schwäbisch Gmünd

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42 Luftballons schenkten die Gmünder um Oberbürgermeister Richard Arnold dem künftigen Ostalb-Landrat Dr. Joachim Bläse. Für jede Stadt und jede Gemeinde einen. In den Farben des Ostalbkreises. Nur für Gmünd gab's ein Einhorn.
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Oberbürgermeister und Stadträte würdigen den künftigen Kreischef und wollen seine Bürgermeisterstelle möglichst schnell wieder besetzen.

Schwäbisch Gmünd

Ihre Stellungnahmen sind einhellig: Oberbürgermeister Richard Arnold und Stadträte aller Fraktionen haben am Dienstag nach Dr. Joachim Bläses Wahl zum Ostalb-Landrat dessen Engagement als Bürgermeister für Gmünd seit 2002 gewürdigt. "Ich freue mich riesig für ihn", sagte Arnold. Klaus Pavel habe den Ostalbkreis in die erste Liga gebracht, Joachim Bläse sei der Richtige, ihn dort zu halten. In Gmünd, sagte Arnold, gebe es nun ein "riesiges Loch". Bläse sei schwer zu ersetzen. Bläse als Bürgermeister und er als OB hätten über elf Jahre eine "produktive Partnerschaft" gehabt.

"Joachim Bläse hat in Gmünd herausragende Arbeit geleistet", sagte Alfred Baumhauer (CDU). Er hinterlasse ein bestens aufgestelltes Dezernat und könne auf zahlreiche Erfolge zurückblicken. Die Zusammenarbeit mit OB Arnold habe eine kreative, schlagkräftige und harmonische Stadtspitze gewährleistet, die Großprojekte wie Gartenschauen, Stadtumbau und Staufersaga gestemmt hätten. Von Herzen gratuliere die CDU-Fraktion "unserem neuen Landrat", sagte Baumhauer. Die CDU sei stolz auf ihn. Für Gmünd gelte es in den nächsten Tagen, einen Fahrplan für die Gewinnung eines Nachfolgers aufzustellen.

Die Grünen hätten Bläses Arbeit "sehr geschätzt", sagte Gabriel Baum (Grüne). Er sei fleißig, verbindlich und habe es geschafft, "Finanzen und Soziales nicht gegeneinander auszuspielen". Als Ordnungsbürgermeister stand er "für den Dialog mit den Kulturen und Gruppierungen in Gmünd". Die Grünen sind für "eine schnelle Ausschreibung und Besetzung der Stelle". Sie wünschen sich "eine Person, die das Rüstzeug für die Aufgabe mitbringt, die verbinden kann und die mit Stadtgesellschaft und Gemeinderat die Stadt "mit dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung durch die Krise bringt: finanziell, ökologisch und sozial".

"Großes Engagement und fachliche und soziale Kompetenz" bescheinigte Sigrid Heusel (SPD) dem scheidenden Bürgermeister. Für den Ostalbkreis sei die Wahl ein Gewinn, für Gmünd ein Verlust. Die Stelle solle schnell ausgeschrieben werden, um einen "fachlich kompetenten Nachfolger" zu finden.

In Gmünd gibt es nun ein riesiges Loch.

Richard Arnold, Oberbürgermeister zu Joachim Bläses Wahl zum Landrat

Die Linke-Fraktion freue sich "mit ihm", verlöre aber einen "guten, überparteilichen Mitstreiter bei vielen Themen", sagte Sebastian Fritz (Die Linke). "Unsere Aufgabe ist es nun, eine gute Nachfolgerin oder einen guten Nachfolger zu finden." Dazu liefen mit der neuen Mehrheit im Gemeinderat bereits Gespräche. Diese würden nun intensiviert, "um an die erfolgreiche Arbeit von Herrn Landrat Bläse anzuknüpfen".

Gmünd verliere einen "sehr sehr guten Ersten Bürgermeister", sagte Ullrich Dombrowski (BL). Er habe die Finanzen gut im Griff gehabt und sei bei den Sportlern und Blaulichtorganisationen sehr beliebt gewesen. Er hoffe, "dass jemand kommt, der sich in Gmünd gut auskennt". Bläse habe in Gmünd "engagierte und kompetente Arbeit geleistet", sagte Karin Rauscher (FWF). Sein umfangreiches Ressort habe er verantwortungsbewusst geführt. Bei einem Nachfolger sei ihre Fraktion "in alle Richtungen offen", sagte Rauscher. Es gehe um Kompetenz. Mit seiner kompetenten, engagierten und integrativen Art habe Bläse "viel Gutes in unserer Stadt bewirkt – er wird Gmünd sehr fehlen", sagte Dr. Peter Vatheuer (FW/FDP).

Wie weiter in Gmünd: Die Ausschreibung der Stelle des Ersten Bürgermeisters kann Gmünds Gemeinderat bereits am Mittwoch, 22. Juli, beschließen. Der Gemeinderat könnte Dr. Joachim Bläses Nachfolger dann am 30. September oder 21. Oktober wählen.

Als Kandidat im Gespräch: Christian Baron

Christian Baron – sein Name fiel in den vergangenen Wochen immer wieder im Zusammenhang mit einer Nachfolge auf Dr. Joachim Bläse. Als "unheimlich reizvoll, sicherlich aber auch nicht einfach", bewertet der CDU-Stadtrat und Dezernent für Gesundheit, Ordnung und Verkehr im Landkreis Esslingen die Aufgabe. Er sieht durchaus "Überschneidungen mit seiner jetzigen Aufgabe". Und er habe eine große Begeisterung für seine Heimatstadt Gmünd. Zunächst aber wolle er mit den anderen Stadträten den Fahrplan für die Wahl des Nachfolger aufstellen. mil

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