Vier neue Mieter ziehen in vier Leerstände in der Bocksgasse

+
Bis zur Gartenschau 2014 war die Bocksgasse das Sorgenkind im Gmünder Einzelhandel. Inzwischen füllen sich die Leerstände schnell wieder, sagt Gmünds Wirtschaftsförderer Alexander Groll.
  • schließen

OrthoTecLeicht, die Wohn-Galerie, eine Patisserie und das Autohaus Widmann bereichern das Angebot im Herzen der Altstadt.

Schwäbisch Gmünd

Die Gmünder Bocksgasse bekommt mehrere neue Mieter. In die frühere Parfümerie Douglas in der Bocksgasse 2 ist das Sanitätshaus OrthoTecLeicht eingezogen. In den früheren Schuhhändler Deichmann in der Bocksgasse 29 die Wohn-Galerie. In Jasi's Cupcakelädle in der Bocksgasse 30 gibt's in Kürze eine Patisserie, eine Bäckerei, die sich auf Gebäck und Süßwaren spezialisiert hat. Und schließlich hat das Autohaus Widmann die Räume des früheren Modegeschäfts Street One an der Ecke des Marktplatzes gemietet, die in die Bocksgasse übergeht.

Solche „nahtlosen Übergänge“ wünscht sich Gmünds Wirtschaftsförderer Alexander Groll für alle Leerstände, die in Gmünd entstehen. In Zeiten einer Pandemie jedoch sei dies nicht so einfach. Und gerade die Bocksgasse sei zumindest bis zu Gmünds Landesgartenschau im Jahr 2014 das Sorgenkind der Stadt gewesen. Damals habe es einen Leerstand nach dem anderen gegeben. Mit der Landesgartenschau habe sich dies gedreht, sagt Groll. Die Bocksgasse sei durch das grüne Band vom Salvator zum Zeiselberg und den Weg am höher gelegten Josefsbach ein wichtiger Zugang zur Innenstadt geworden. Auch die Kronleuchter, die die Gasse im Winter erleuchteten, hätten dabei geholfen, die Achse zu beleben.

Das Sanitätshaus, sagt Groll zu den jüngsten Nachmietern, sei ein guter Mieter, der langfristig denke. Neben den sonstigen Mietern im Haus - Ärzte und Physiotherapeuten - füge sich das Sanitätshaus gut ein in eine Art Gesundheitshaus. Er sei froh, dass OrthoTecLeicht in der Innenstadt geblieben sei, sagt Groll. In der Bocksgasse 2 habe das Sanitätshaus nun die bisherigen fünf Standorte gebündelt - mit Angeboten in der Orthopädie- und Rehatechnik.

An der Neueröffnung in der Bocksgasse 29 war das Projekt Biwaq (für Bildung, Wirtschaft und Arbeit im Quartier) beteiligt. Biwag habe die Wohngalerie auf dem Weg zur Eröffnung begleitet und den Kontakt zur Eigentümergesellschaft der bislang leerstehenden Gewerbeimmobilie in der Altstadt vermittelt, sagt Christine Hüttmann von Biwaq. Biwaq hatte die Immobilie im Oktober bereits für die Schaufensteraktion „Gmünd macht Kunst“ genutzt.

Im Januar oder Februar werde die Patisserie öffnen, sagt Georg Penz, der Eigentümer des Hauses in der Bocksgasse 30. Sechs Jahre lang war dort Jasi's Cupcakelädle zuhause. Die Betreiberin habe sich emporgearbeitet, sagt Penz. Ihr Hauptumsatz seien Bestellungen für Hochzeiten und Feste gewesen. Dieses Geschäft setzt Jasi's Cupcakelädle nun in Gschwend fort. Von dort kommt die Betreiberin, auf dem Gschwender Marktplatz hat sie nun eine Ladenfläche gemietet, in der bislang ein Bäcker war. Die künftige Betreiberin der Patisserie sei Konditormeisterin und habe zuletzt in einem Hotel in Schwäbisch Hall gearbeitet. Gehobene Backwaren werde sie anbieten, sagt Penz. Und auch sie werde im oder vor dem Geschäft Tische aufstellen.

Geschenke und Weihnachtsdeko gibt es zurzeit in der Bocksgasse 3. Im Pop-up-Weihnachtsmarkt bieten dort mehrere Standbetreiber die Produkte an, die sie nicht verkaufen konnten, da der Weihnachtsmarkt der Corona-Pandemie wegen abgesagt worden war. Die Ladenfläche, in der zuvor Street One Modisches anbot, hat das Autohaus Widmann mit Sitz in Aalen gemietet und den Standbetreibern auf Betreiben von Alexander Groll bis Heiligabend zur Verfügung gestellt. Geschäftsführer Bernd Widmann bestätigt auf GT-Anfrage, dass sein Unternehmen für die Fläche im Herzen der Altstadt einen Mietvertrag habe. Ein Autohaus in der Innenstadt? Betreiben werde er das Geschäft ab 2022, sagt Widmann. Und er ergänzt: Wie genau, das Konzept dafür werde im Moment gemeinsam mit dem Autohersteller VW noch entwickelt.

Bis zur Gartenschau war die Bocksgasse das Sorgenkind.“

Alexander Groll,, Wirtschaftsförderer

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

Kommentare