Visionen für das Augustinusgemeindehaus

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Der Haupteingang ist einer der Schwerpunkte der Sanierung, er wird weiter und freier durch einen Luftraum nach oben, einen transparenten Lift und freien Blick ins Treppenhaus.

Architekt Marco Iannelli stellt Schwerpunkte vor. Landeskirche fördert.

Schwäbisch Gmünd. Marco Iannelli, Leiter Planung im Architekturbüro Sonnentag, und die Verantwortlichen der Kirchengemeinde informieren über den Stand der Planungen zur Sanierung des Augustinusgemeindehauses. "Wir werden in dieser belastenden Zeit der Pandemie mit diesem Jahrhundertprojekt der Sanierung des Augustinusgemeindehauses hinausgeführt über unsere jetzige Zeit," sagt Dekanin Richter. "Durch die große Fusion zur Evangelischen Kirchengemeinde Schwäbisch Gmünd brauchen wir unser Gemeindehaus noch viel dringender mit einer zukunftsfähigen Gestaltung und Funktion."

Der erste Vorsitzende des Kirchengemeinderats Wolfgang Schmidt betont: "Das Haus der Kirche wird nicht nur für die Evangelische Kirchengemeinde Schwäbisch Gmünd verfügbar sein, sondern auch für alle Gemeinden des Kirchenbezirkes. Nach der Sanierung werden wieder das Gemeindebüro, die Kirchenpflege, die Büros des Schuldekans, Diakonie und Jugendwerk einziehen."

Anhand einer Präsentation zeigt Iannelli die vom Architekturbüro entwickelte Zukunftsvision anhand der wesentlichen Veränderungen auf. Erneuern und erhalten sei der richtunggebende Maßstab. Die Schwierigkeiten seien Orientierung, Fluchtwege, Dunkelheit und die Umbau-Narben, die Sonnentag verheilen möchte. Demzufolge verfolge man eine klare Adressbildung beim Haupteingang mit klarer Wegeführung, mehr Belichtung in den dunklen Gängen und eine Priorisierung bei der Barrierefreiheit. Drei Schwerpunkte gibt es dabei: Der Haupteingang mit dem markanten Tor wird weiter und freier durch einen Luftraum nach oben, einen transparenten Lift und freien Blick ins Treppenhaus. Dadurch wird der Eingangsbereich zu einem hellen freundlichen Entree, das gleich bei Betreten Offenheit und Willkommenskultur signalisiert. Willkommensein wird im Foyer mit theologischer Aussage akzentuiert durch ein seit der ersten Umgestaltung "verschollenes", aber erhaltenes Kunstwerk von Jakob Wilhelm Fehrle. Es stellt das Gleichnis vom "Verlorenen Sohn" dar. Das Kunstwerk war seit 1975 hinter der Zwischendecke beim Saal verschwunden. Das Herzstück des großen Gebäudes wird der große Saal bleiben. Das Holz soll, sofern keine Schadstoffe auftauchen, erhalten und aufgehellt werden. Draußen vor dem Saal würde durch den Rückbau des Vorbaus eine größere Terrasse mit Innenhofatmosphäre entstehen.

Kirchenpfleger Eberhard Schmid informiert, dass der Oberkirchenrat die klar als Rahmen fürs Finanzvolumen bei der Sanierung sechs Millionen Euro vorgibt. Die Landeskirche hat über den Ausgleichstock eine Förderung von 40 Prozent zugesagt. Eine so hohe Förderung sei einmalig in der Landeskirche und zeige den Stellenwert, den dieses Sanierungsprojekt hat. Marco Iannelli ergänzt: "Wir rechnen mit einer Baugenehmigung im dritten Quartal 2021 und mit Baubeginn Oktober 2021. Wenn alles gut läuft könnte die Einweihung des sanierten Augustinusgemeindehauses im zweiten Quartal 2023 erfolgen."

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