Von fröhlichen Insekten und ganz gemeinen Störchen

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Voller Einsatz für die Maibäume: Die Jurymitglieder (v.li.) Hans Feifel, Brigitte König, David Wagner, Bettina Feifel, Barbara Weber und Bernhard Feifel nach getaner Arbeit im Biergarten des Alten Sudhaus in Heubach.
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Nach zwei Jahren Pause wegen Corona waren die knapp 50 angemeldeten Gruppen wieder aktiv. Wer kann, sollte raus und sich die Schmuckstücke anschauen. Hier eine Auswahl und subjektive Eindrücke.

Schwäbisch Gmünd. Endlich wieder Maibaum! Dass in den vergangenen beiden Jahren zum Frühlingsanfang wirklich etwas gefehlt hat, dieses Gefühl war überall zu greifen am Maifeiertag. Bei den Gästen der Zusammenkünfte unterm Baum, etwa in Heuchlingen oder Weitmars. Bei den Spaziergängern, ob mit oder ohne Bollerwagen. Und natürlich bei den Maibaumteams, Dorfgemeinschaften und Feuerwehren.

Wenig Vorbereitungszeit

Allerdings: So ganz spurlos ging die Pandemie auch den Maibaum-Machern nicht vorbei. Die Jury, die sich frühmorgens zu den Maibäumen im ganzen Altkreis aufmachte, merkte schnell: Viele Bäume sind wieder prächtig, kreativ, bunt und voller Liebe zum Detail. Aber dennoch fehlte bei so einigen das letzte gewisse Etwas, um den Baum ganz nach oben in der Rangliste zu befördern. Etwa: hier noch ein dritter Kranz, dort noch ein paar Zunftzeichen. Einige Gruppen, mit denen die Jury sprechen konnten, bestätigten denn auch: Die Vorbereitungszeit war einfach knapp bemessen. Wenn bis vor ein paar Monaten noch gar nicht ganz klar war, ob und in welcher Form überhaupt Maibäume gestellt werden können, dann kann man nicht dieselben Maßstäbe anlegen, wie in den Zeiten vor der Pandemie. Die Jury hat ihr Bestes gegeben, um dieser Tatsache Rechnung zu tragen und dennoch eine faire, wohlüberlegte Entscheidung zu treffen. Und zu sehen gab es einiges. Eine Wildnis mitsamt Wasserfall-Bächle, gespeist aus einem eigens eingebauten Wasserfass in Straßdorf. Ein einladend wirkender Heubacher-Biergarten in Weitmars. Ein buntes Insektenparadies in Strauben. Auch auffällig: Viele sauber bearbeitete Stämme mit exquisiten Schnitzereien, beispielsweise in Lindach, Ochsenbusch oder Mögglingen. Und, und, und.

Die Störche waren's!!!

Übrigens: Nicht überall lag's an der pandemiebedingten kurzen Vorbereitungszeit, dass nicht alle Bäume ganz die perfektionistischen Erwartungen der Gruppen erfüllten. In Wißgoldingen traf die Jury auf einen zwar überdurchschnittlichen Baum, dessen unterer Kranz aber etwas schräg in der Luft hing. Das, versicherte man den staunenden Juroren, liege daran, dass es in Wißgoldingen einen „massiven Storcheneinfall“ gebe und die Vögel immer auf den Kränzen herumgeturnt seien. Hano! Die Juroren wollten das ja schon fast glauben, es klang zu einfach schön, um wahr zu sein ...

Die Top 10:

1. Straßdorf (336 Punkte)

2. Weitmars (330 Punkte)

3. Strauben (278 Punkte)

4. Gschwend (274 Punkte)

5. Rattenharz (260 Punkte)

6.Tierhaupten und Lindach (244 Punkte)

7. Pfersbach und Wißgoldingen (242 Punkte)

8. Pfahlbronn und Mögglingen (220 Punkte)

9. Spraitbach-Ochsenbusch (218 Punkte)

10. Ruppertshofen (210 Punkte)

Straßdorf. Maibaum-Wettbewerb.
Für Durstige: In Weitmars gab's neben dem bewundernswerten Baum gleich eine gute Möglichkeit für eine Hirsch-Halbe.
Immer für eine Top-10-Platzierung gut, ist der Maibaum in Rattenharz. Das liegt mit an der kreativen Gestaltung. Aber, wie man aus der Totalen erkennen kann, einfach auch an einem phänomenalen Baum.
Seit längerer Zeit mal wieder dabei und dann gleich unter den ersten Zehn, der Baum in Mögglingen.
Graues Wetter, bunter Baum in Strauben.
Sportlich: Der TSV Rattenharz feierte seinen 101. Geburtstag mit äußerst agilen und gut durchtrainierten Schaufensterpuppen.
Wie so oft ein romantischer Hingucker mit Botschaft: das „Untenrum“ des wunderschönen, leider etwas versteckten Baumes in Strauben. Aber: Kenner wissen ja, wo der steht.

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