Von Schatzsuchern und Wunderkröten

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Die ersten jungen Besucherinnen und Besucher waren eindeutig begeistert von ihrem Kinobesuch. Die Veranstaltenden freuen sich, auch auf das, was noch alles zu erwarten ist.
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Das 29. Kinderkinofestival ist gestartet. Was die Besucher erwartet und mit welchen Glanzlichtern das Festival lockt.

Schwäbisch Gmünd. Was für ein Gewusel herrschte am Donnerstagvormittag im Gmünder Traumpalast. Erstklässler aus der Lorcher Stauferschule waren angereist, um mit „Janosch – komm, wir finden einen Schatz“ einen der Eröffnungsfilme des 29. Kikife (Kinderkinofestival) zu sehen. Für die kleinen Besucher war das ein außergewöhnliches Ereignis. Schon die Anreise mit dem Zug fand Anklang, und „Film schauen ist besser als Schule“, meint ein blondbezopftes Mädchen. Ihr brillentragender Schulkamerad ergänzt „und Hausaufgaben gibt es heute auch nicht“.

Auf die Schüler und Schülerinnen der Klösterleschule wartete der Film „Willi und die Wunderkröte“. Neben der Begeisterung über einen schulfreien Vormittag sorgte auch die freie Platzwahl „mit Luxussesseln“ für gute Laune. Die Schüler erhielten zudem vor der Vorstellung „hohen Besuch“ vom Regisseur des Films, Markus Dietrich, der kurz umriss, mit welchem Aufwand der Film um Willi Weitzel entstanden sei. Um ein möglichst authentisches Bild zeichnen zu können, habe er viel mit Amphibienforschern zusammengearbeitet. Zwei Jahre habe es gebraucht, um den Film auf die Leinwand zu bringen.

Die Leiter des Festivals, Walter Deininger und Gerd Klein, freuten sich, das 29. Kikife eröffnen zu können und honorierten das Engagement von Regisseur Dietrich, der von Luxemburg nach Gmünd zum Kikife kam. Der Dank des Gmünder Kulturbürochefs Ralph Häcker ging an den Leiter des „Traumpalast“ Christopher Kechaidis und Stephan Laible, Regionalleiter der Lochmann Filmtheater Betriebe, für die zur Zurverfügungstellung der Kinosäle.

Auch für die Studierenden der Gmünder PH findet beim diesjährigen Kikife eine Art Premiere statt, erklärt Dr. Henriette Hoppe. Knapp ein Dutzend Studierende werden im Laufe des Festivals in der „Campus- Redaktion“ einen „Campus-Express“ erstellen, in dem die Studierenden journalistische Arbeiten mit Interviews, Reportagen und Kurzfilmen ausführen wollen.

Viel im Programm

Bis nächste Woche Mittwoch warten weitere spannende Filme, Spezialvorführungen und besondere Gäste auf die Besucher, erzählt Katharina Lampe vom Kulturbüro. Am Freitag, 24. Juni, um 9.15 Uhr präsentiert die AOK Ostwürttemberg „Auf Augenhöhe“ – die deutsche Produktion wurde 2017 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet - und um 14.30 Uhr kommt die Hauptdarstellerin Emilia Kowalski der Verfilmung von „Lauras Stern“. Am Samstag, 25. Juni, um 14 Uhr findet bei freiem Eintritt die Lesung „Zari“ mit Mark Wamsler und Schauspieler Marlon Barth statt, und um 14.45 Uhr sind der Regisseur Pim van Hoeve und die Darsteller Samuel Beau Reurekas und Matti Stooker des Films „Mein Freund, der Pirat“ zu Gast. Bis Mittwoch besteht also für Schulklassen, Kindergärten und Familien die Möglichkeit, „filmisch auf Entdeckungsreise zu gehen“ erklärt Ralph Häcker.

Gala und Prämierung

Die im Wettbewerb gezeigten sieben Produktionen aus aller Welt werden von der Kinder-, Fach- und Filmkritiker-Jury bewertet. Im Rahmen der Kikife-Gala am Samstag, 25. Juni, um 17 Uhr verkünden sie im Traumpalast die jeweiligen Gewinnerfilme für den „Preis der Kreissparkasse Ostalb“. Neben der Preisverleihung werden die Premieren des Trickfilm- und Kurzfilm-Workshops gezeigt, die unter professioneller Anleitung von Kindern und Jugendlichen gedreht wurden. Darüber hinaus präsentiert der Drehbuch-Workshop erste Ergebnisse. Der Eintritt zur Kikife-Gala ist frei.

Informationen zum Programm und zum Festival finden sich unter www.kikife.de. Hier ist auch erklärt, wie man sich noch zu Vorstellungen anmelden kann.

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