Vor dem Gmünder Rathaus ist wieder Spielen angesagt

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Mit Palmen und einem Spielschiff macht die Remsinsel ihrem Namen alle Ehre. Bis Anfang Oktober soll bleiben.
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Trotz der Corona-Pandemie können sich Kinder bis Anfang Oktober auf der Remsinsel auf dem Marktplatz vor dem Rathaus vergnügen.

Schwäbisch Gmünd

Vor dem Gmünder Rathaus liegen jetzt wieder über 200 Tonnen Sand. Denn es ist wieder der Spielspaß angesagt. "Normalerweise darf ich den Spielplatz nur schließen", scherzt Gmünds Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Doch in diesem Jahr darf er den Sandspielplatz mit verschiedenen Klettermöglichkeiten, Rutschen und Schaukeln auch eröffnen und sich freuen: Trotz der Corona-Pandemie sind Bläse und seine Kollegen von der Gmünder Stadtverwaltung zuversichtlich, dass der Spielspaß nicht beeinträchtigt wird.

Am Donnerstag war der Startschuss für den Spielplatz, der diesmal das Motto Remsinsel hat. Und als solche macht er seinem Namen alle Ehre: Palmen und ein großes Holzschiff, in dem die Kinder spielen und toben können, erwecken den Anschein einer einsamen Insel. Nur eben mitten auf dem Gmünder Marktplatz. Eine optimale Lage, wie Bläse findet.

Der Spielplatz ist in ein Umfeld mit viel Gastronomie eingebettet. "Dann können Mama und Papa gemütlich einen Kaffee trinken und trotzdem ihre Kinder im Blick behalten." Das ist für den Bürgermeister fast schon eine Art Wirtschaftsförderung. Denn wegen der Coronakrise gebe es Umsatzeinbrüche von 50 Prozent in der Gastronomie, im Einzelhandel 70 Prozent. "Der Spielplatz zieht Kinder und Familien einfach in die Stadt", meint Bläse. Wenn auf dem Marktplatz dadurch wieder mehr los sei, könne das den anliegenden Geschäften helfen.

Ganz verschont bleibt die Remsinsel von der Corona-Pandemie allerdings nicht: Kindgerechte Piktogramme mit Verhaltensempfehlungen für das Spielen sind um den Spielplatz herum verteilt. Auf den Schildern finden Besucher Empfehlungen zu Hygiene und Abstand. Aber: "Die schrecken nicht ab", meint Bläse. Durch die Gestaltung seien sie eher einladend.

Die Kinder müssen einfach raus.

Dr. Joachim Bläse Bürgermeister

Trotzdem sei in diesem "besonderen Jahr" Vorsicht geboten. Der Bürgermeister appelliert daher an die Eltern: "Erwachsene müssen aufpassen, wie man damit umgeht." Er mahnt zum Beispiel, die Kinder nicht in großen Gruppen zu beaufsichtigen. Extra desinfiziert werde der Spielplatz und dessen Geräte nicht. "Bei 30 Kindern gleichzeitig ist es nicht wirklich umsetzbar, es in verlässlichen Intervallen zu reinigen", sagt Bläse. Entsprechende Handhygiene vor und nach dem Spielen sei daher sinnvoll. Die Organisatoren verzichten auch bewusst darauf, Kindergartengruppen einzuladen. Trotz der besonderen Situation ist Bläse sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. "Die Kinder müssen einfach raus", meint der Bürgermeister. Bewegung gehöre für die Kleinen einfach dazu. Diese Beobachtung habe er auch nach der Öffnung der Spielplätze gemacht.

Um den Kindern viele Angebote zu bieten, hat die Degenfelder Firma Heinzmann verschiedene Spielgeräte entworfen. Diese werden von den Mitarbeitern des Baubetriebsamts, die auch den Sand aufschütten, aufgebaut. Neben dem Spielschiff gibt es zum Beispiel eine Kleinkindspiellandschaft und einen drehbaren Kletterturm. All das wird, wenn der Spielplatz Anfang Oktober abgebaut wird, an Schulen, Kindergärten und Spielplätze im Gmünder Raum verteilt. Das Schiff zum Beispiel legt dann an der Theodor-Heuss-Schule in Herlikofen an.

Dominik Plischke vom Baubetriebsamt, Andrea Rein von Touristik und Marketing, Bürgermeister Dr. Joachim Bläse, Matthias Rothaupt und Zeno Bouillon vom Tiefbau-, Garten- und Friedhofsamt (v.r) sind zufrieden mit dem Spielplatz vor dem Rathaus.

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