Vor Weihnachten steht noch einiges im Bauplan

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Richtung Klostergarten sind die acht Zimmer ausgerichtet, in denen Menschen im Hospiz die letzten Tage ihres Lebens verbringen werden. Hier sind die Fenster bereits eingebaut, im Verwaltungstrakt (rechts) und Richtung Innenhof fehlen sie noch.
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Architekt Heinz Springmann führt über die Baustelle fürs Klosterhospiz und erklärt, was bis wann laufen muss.

Schwäbisch Gmünd

Mit Planungssicherheit ist das auf dem Bau so eine Sache: Spielt das Wetter nicht mit oder kommt ein Handwerker nicht rechtzeitig, verzögert sich alles nach hinten. Corona macht die Sache nicht einfacher, weiß Architekt Heinz Springmann vom gleichnamigen Esslinger Architekturbüro, der für den Bau des Gmünder Hospizes beim Kloster der Franziskanerinnen in der Bergstraße verantwortlich ist. Bei einem Baustellenrundgang gibt er einen Überblick, was dort gerade läuft und was bis wann laufen muss.

  • 3 Wochen haben die meisten der Baufirmen Weihnachtsferien, berichtet der Architekt. Diese Zeit will er nutzen, um den Estrich trocknen zu lassen. Also müssen sich die Baufirmen beeilen, vorab die Leitungen im Boden zu verlegen. Die Bauferien seien deshalb so lange, weil die Arbeiter in dieser Zeit nach Hause fahren. Denn viele stammten aus Polen, Tschechien und den Ländern Ex-Jugoslawiens, wie es im Baugewerbe üblich sei. Er hoffe, dass die Corona-Vorgaben es zulassen, dass sie im Januar wieder nach Deutschland einreisen dürfen.
  • 30 Unternehmen arbeiten insgesamt an dem Neubau – ab dem ersten Spatenstich, der im Oktober 2019 war, bis zur Eröffnung der Einrichtung, die für Frühsommer 2021 geplant ist.
  • 8 Firmen sind momentan auf der Baustelle, sagt Heinz Springmann. Arbeiter des Bauunternehmens Irdenkauf tragen derzeit mit dem Bagger das Erdreich ab, damit der Fluchtweg fürs Wohlfühl-Badezimmer entstehen kann. Dieses wird unter den Verwaltungsräumen im einstigen Schwesternheim eingerichtet. Nebenan am Haupteingang setzen Mitarbeiter der Firma Zeman das Flachdach ein, jene von Fensterbau Stahl die Verglasung. In den acht Zimmern für die Bewohner, die im Hospiz die letzte Zeit ihres Lebens verbringen werden, sind die Dachgaubenfenster und Glasschiebetüren bereits fertig. Der Architekt hofft, dass die Glastüren Richtung Innenhof und Klosterbau zeitnah geliefert werden, damit das Gebäude geschlossen ist, bevor der Frost kommt. Die Außendämmung bringen Mitarbeiter der Firma Zeller auf. Die Firma Böhringer verkleidet die Innenwände, an den Abflussrohren arbeitet die Firma Wolf, Elektro Seitz macht die Elektrik, und der Aufzug kommt von der Firma Tepper.
  • 960 Quadratmeter Grundfläche hat das Hospiz insgesamt, so kommen sich die Arbeiter der verschiedenen Gewerke nicht in die Quere.
  • 4,5 Millionen Euro soll der Bau des Hospizes kosten. 95 Prozent der Investitionen tragen die Krankenkassen, den Rest der Betreiber. Wobei die Klostergemeinschaft mit etwas mehr Eigenanteil rechnet – mit rund 400 000 Euro, weil manches großzügiger und wohnlicher sein wird, als das Gesetz es vorsieht. Daher sammelt die Gmünder Tagespost in ihrer Weihnachtsaktion Spenden. Konkret für die Ausstattung des Gemeinschaftsraumes, in dem sich die Bewohner des Hospizes an einem großen Tisch mit ihren Angehörigen und mit Mitarbeitern zusammensetzen, gemeinsam essen und sich austauschen können.

Spenden für das Klosterhospiz gehen auf das Konto der Franziskanerinnen IBAN DE94 6145 0050 1001 1333 53 bei der Kreissparkasse Ostalb.

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Kloster-Geschäftsführer Manfred Welzel (l.), Schwester Benedicta Ewald und Architekt Heinz Springmann im Gemeinschaftsraum.

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