Vorläufig keine Wohnmobilplätze

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Erneut Thema im Ortschaftsrat Rehnenhof/Wetzgau: Hier am Waldrand soll das neue Schönblick-Heim entstehen.
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Eine erneute Ortsbegehung am Schönblick, die Taubenplage und fehlendes schnelles Internet beschäftigen den Ortschaftsrat von Rehnenhof-Wetzgau.

Schwäbisch Gmünd

Der geplante Neubau eines Seniorenpflegeheims und die damit verbundenen, erforderlichen Baumfällungen am Schönblick beschäftigte am Freitag einmal mehr den Ortschaftsrat von Rehnenhof/Wetzgau. Ratsmitglied Konrad von Streit stellte einen Antrag auf einen erneuten Besichtigungstermins des Gremiums auf dem Gelände. Als maßgebliche Gründe führte von Streit an, dass die Landesregierung Baden-Württemberg zu einem „ökologischen Musterländle“ entwickeln möchte, hinsichtlich des Umweltschutzes sei es erforderlich, die Situation vor Ort nochmals zu überprüfen. Der Waldbestand sei zudem ein wichtiger Partner um die örtlichen Folgen des Klimawandels abzufedern: zu erwartende Starkregenereignisse und der damit verbundenen Gefahr von Erdrutschen und Hochwasser im Taubental.

Von Streit äußerte zudem, es gebe ausreichend alternative Plätze, auf denen der Schönblick bauen könnte. Zudem habe er, so von Streit, beim Gmünder Bau- und Umweltausschuss einen „gedanklichen Wandel“ verspürt, der signalisiere „man muss nicht alles zubauen“.

Ortsvorsteher Johannes Weiß informierte darüber, dass die öffentliche Auslegung der Planungen im Juni erfolgen sollten, dabei habe jeder Bürger die Möglichkeit die Planung und die Gutachten in Augenschein zu nehmen und seine eigenen Bedenken und Widersprüche zu formulieren. Der Ortsvorsteher fand den momentanen Zeitpunkt für eine Begehung als „zu früh“. Eduard Bertsch bemängelte, dass bei einer früheren Begehung die geplanten Umrisse des Gebäudes nicht markiert waren, somit seien die Dimensionen des Gebäudes nicht klar erkennbar gewesen. Stadtrat Sebastian Fritz stimmte dem Vorschlag von Bertsch zu, mit einer Begehung abzuwarten bis das neue Planwerk vorliege, dabei müsste aber das Augenmerk auch auf den zu erwartenden Arbeitsraum der Maschinen für den Tiefbau berücksichtigt werden, zudem sei die Begehung zu diesem späteren Zeitpunkt auch für die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses interessant. Mit einem dergestalt umformulierten Antrag waren von Streit wie restliche Gremium einverstanden.

Telekom hat kein Interesse

Die Planungen für Wohnmobilstellplätze beim Himmelsgarten sind aufgrund der derzeitigen Situation auf unbestimmte Zeit verschoben worden, gab Weiß bekannt. Die Taubenpopulation im Stadtteil nimmt immer mehr überhand, auf Rückfrage beim Ordnungsamt erfolgte der Hinweis auf das städtische Taubenfütterungsverbot sowie die Auskunft, dass ein Abschuss der Tiere gesetzlich nicht zulässig sei.

Für das „leidige“ Thema schnelles Internet im Bereich Schönblick und Emil-Rudolph-Weg wird es keine schnelle Lösung geben. Der ursprüngliche Betreiber habe sich zurückgezogen, die Telekom sieht kein wirtschaftliches Interesse. Wann das „Trauerspiel“ im Rehnenhof beendet sein wird, vermag Weiß nicht zu sagen, hofft aber auf das städtische Programm zur Beseitigung weißer Flecken im Stadtgebiet.

Man muss nicht alles

Konrad von Streit, Ortschaftsrat

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