Wahl in Gmünd: Gräßle und Lang ziehen ins Parlament

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Jubel bei der CDU: Sie holt trotz Stimmenverlusten wieder das Direktmandat im Wahlkreis.
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Bundestagswahl Dr. Inge Gräßle holt das Direktmandat für die CDU. Für die Grünen zieht Ricarda Lang über die Landesliste ein.

Schwäbisch Gmünd

Der Wahlkreis Schwäbisch Gmünd-Backnang entsendet erneut zwei Abgeordnete in den Deutschen Bundestag. Dr. Inge Gräßle holt für die CDU das Direktmandat und setzt damit die Tradition des Wahlkreises fort. Allerdings muss sie gegenüber ihrem Vorgänger Norbert Barthle bei den Erststimmen einen Verlust von rund zehn Prozent hinnehmen. In ähnlicher Höhe liegt der Verlust, den die Christdemokraten bei der Zweitstimme, der sogenannten Kanzlerstimme, zu verbuchen haben. Das Bundesergebnis seiner Partei bezeichnet der scheidende CDU-Abgeordnete Norbert Barthle als „erdrutschartigen Verlust“.

Erstmals stellen die Grünen im Wahlkreis 269 mit Ricarda Lang eine Abgeordnete. Sie konnte vor allem in den Zweitstimmen zulegen. Im Wahlkreis allerdings liegen die Grünen in den Erststimmen mit 11,51 Prozent hinter der FDP (11,99 Prozent) und der AfD (11,73 Prozent). David Sebastian Hamm hat damit gegenüber der Wahl 2017, als Gudrun Wilhelm für die Liberalen im Wahlkreis 269 angetreten war, in den Erst- und den Zweitstimmen um gut drei Prozent zugelegt.

Die Sozialdemokraten haben mit einem sehr aktiven Kandidaten Tim-Luka Schmid ordentlich zum Stimmenzuwachs der Bundespartei beigetragen. Der Traum mancher SPDler, dass ihr Kandidat im Gmünder Raum das Direktmandat holen könnte, blieb allerdings ein Traum.

Dem AfD-Kandidaten Andreas Wörner muss zugutegehalten werden, dass er erst spät in den Wahlkampf einsteigen konnte. Sein Erststimmenresultat sank um rund 1,5 Prozent gegenüber dem von Daniel Lindenschmid 2017. Der Rückgang bei den Zweitstimmen liegt etwa in der Größenordnung, in dem die AfD bundesweit absank.

Dem Bundestrend ihrer Partei hatte auch Dr. Annette Keles nichts entgegenzusetzen. Die Linke-Kandidatin lag mit 2,95 Prozent (Erststimmen) und 2,94 Prozent (Zweitstimmen) um etwa die Hälfte unter dem Resultat von 2017.

Auffallend ist, dass die Wahlbeteiligung im Wahlkreis mit 77,02 Prozent nochmals fast 0,3 Prozent unter dem Anteil derjenigen lag, die vor vier Jahren zu den Urnen gegangen waren - und das, obwohl klar war, dass es im Kanzleramt einen Wechsel geben wird und auch die beiden bisherigen Wahlkreisvertreter im Bundestag ihren Abschied angekündigt hatten.

Ein erdrutschartiger Verlust.“

Norbert Barthle (CDU) , über das CDU-Bundesergebnis

Kommentar von GT-Redaktionsleiter Michael Länge zur Wahl in Gmünd: "Die Erfahrung gewinnt"

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