Waldstetter Brücke: Der Härtetest ist vertagt

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Bis Montagmorgen eine Gmünder Hauptverkehrsachse, nun für ein dreiviertel Jahr Sanierungsgebiet: die Baustelle an der Waldstetter Brücke wird die Verkehrsströme in Gmünd deutlich verändern.
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Viele kamen morgens noch durch wie sonst: Die Sperrung an der Waldstetter Brücke tritt am Montag erst am späten Vormittag in Kraft.

Schwäbisch Gmünd

Der Härtetest ist um einen Tag verschoben: Wie die Verkehrsströme im morgendlichen Berufs- und Schulverkehr die gesperrte Waldstetter Brücke umgehen, das wird erst an diesem Dienstag zu erleben sein. Denn der Montag hat mit einer letzten Schonzeit angefangen, der Autoverkehr konnte am Morgen noch wie gewohnt drüber über die Brücke. „Die Sperrung ist erst im Lauf des Vormittags erfolgt“, berichtet Raphael Wieler vom Gmünder Ordnungsamt.

Die recht späte Sperrung am Vormittag ist auch der Grund, wieso Dirk Masanetz, der Betriebsleiter von Stadtbus, noch vorsichtig ist mit einer Einschätzung. Der Schulverkehr der Busse lief morgens schon nicht mehr über die Brücke, sondern nach dem Ersatzfahrplan, der für die kommenden Monate gilt. „Aber weil alle anderen noch gefahren sind wie bisher, kam es zu keinerlei Staus.“ Ob das so bleibt, da wagt der Betriebsleiter keine Prognose. Die neuen (Ersatz-)Haltestellen jedenfalls waren alle schon in Betrieb: drei in der Gutenbergstraße (anstelle der Weißensteinerstraße), je eine in der Unteren Zeiselbergstraße, bei St. Loreto und in der Rektor-Klaus-Straße.

Auch am Telefon im Gmünder Ordnungsamt ging es ruhig zu. „Wir hatten einige Nachfragen, aber dazu sind wir ja auch da, doch es hat sich niemand lautstark beschwert“, sagt Raphael Wieler, der einen Teil seines Arbeitstags in der Stadt verbracht hatte, um die Situation auf den Straßen zu beobachten. Auch für den Feierabendverkehr am Montagabend, als die Brücke dann wirklich zu war, zieht er ein positives Fazit: „Ich war zwischen der Rektor-Klaus-Straße und der Oberbettringer Straße unterwegs, da war nicht mehr los als sonst, das sieht sehr gut aus.“ Wieler sieht es als Beleg dafür, dass „ein überwiegender Teil“ der Autofahrer sich „sehr vernünftig“ verhalte und die weiträumigen Umfahrungsstrecken nutze. Knapp 50 Schilder haben Wielers Kollegen von der Verkehrssicherung dafür im Stadtgebiet aufgestellt, um die Umleitung auszuweisen.

Für den Durchgangsverkehr sind zwei Umleitungsstrecken ausgeschildert: Die östliche Umfahrung führt den Verkehr über die Höhe von Hardt und Oberbettringen und dann nach Unterbettringen, im Westen sollen Verkehrsteilnehmer als Verbindung zwischen den Ausfallstraßen nach Straßdorf und Mutlangen die Remsstraße und die Rektor-Klaus-Straße nutzen.

Alles hat freilich nicht geklappt am ersten Tag: „In der Josefstraße habe ich am Mittag einen Autofahrer darauf hingewiesen, dass er in der falschen Richtung unterwegs ist“, erzählt Ordnungsamtsmann Wieler. Aber auch das ist ganz normal, versichert er: „Ein paar Irrläufer sind immer dabei.“

Raphael Wieler hofft, dass sich der ruhige Start fortsetzt: „Wenn wir Ende der Woche dasselbe Fazit ziehen können, sind wir sehr zufrieden.“

Info: Die Umleitung gilt voraussichtlich bis Ende 2022. Auch für Fußgänger und Radfahrer bleibt die Waldstetter Brücke während der ganzen Bauzeit gesperrt. Fußgänger werden über umliegende Straßen und Fußwege umgeleitet.

Ein paar Irrläufer sind immer dabei.“

Raphael Wieler,, Ordnungsamt
Waldstetter Brücke gesperrt

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