Warngeräte für den Schulalltag selbst programmiert

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Die selbst gebauten und programmierten CO2-Warner im Unterricht am Parler-Gymnasium.

Wie die NwT-Gruppe der Zehntklässler allen Parler-Gymnasiasten zu mehr Sicherheit verhelfen konnte.

Schwäbisch Gmünd. In der Fernlernphase nutzten die Zehntklässler des Parler-Gymnasiums die Zeit im NwT-Unterricht zum Programmieren von CO2-Warnern. Diese werden jetzt auch tatsächlich im Schulunterricht eingesetzt.

Als die Schulen zu Beginn des Schuljahres 2020/21 komplett geöffnet wurden, war ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts das regelmäßige Lüften. Dadurch soll die Menge an Aerosolen geringgehalten werden, die bei der Verbreitung von Corona eine entscheidende Rolle spielen. Um gezielter lüften zu können, hat sich die Naturwissenschaft-und- Technik-(NwT)-Gruppe mit Unterstützung von Lehrerin Britta Mücke ans Programmieren der Warngeräte gemacht.

Als Basis dafür wurde ein Arduino-Mikrocontroller benutzt. Ein Mikrocontroller funktioniert ähnlich wie ein kleiner Computer. Das Programm wird am Computer geschrieben und dann per USB-Kabel auf den Mikrocontroller geladen. Dort kann dieser dann über eine unabhängige Stromversorgung betrieben werden und die verschiedenen Befehle und Vorgänge ausführen.

Die Grundkenntnisse im Programmieren lernten die Jugendlichen im Laufe der letzten Schuljahre auch im NwT-Unterricht, in dem immer wieder das Programmieren mit dem Arduino-Mikrocontroller auf dem Stundenplan stand. Das jetzige Projekt erwies sich aber nicht nur als gute Übung, um die Programmiersprache C++ zu lernen, sondern auch als nützliches Hilfsmittel im Schulalltag.

Neben den Selbsttests an der Schule und der generellen Maskenpflicht im Schulhaus ist der CO2-Warner ein weiteres Hilfsmittel, um die Gefahr von Ansteckungen in der Schule zu minimieren. Durch drei verschiedene Stufen, die über LED angezeigt werden, kann abgeschätzt werden, wie die Luftqualität in den einzelnen Räumen ist. Zusätzlich warnt ein Piepton, wenn die Fenster dringend geöffnet werden sollen.

Seit dem Schulstart nach den Pfingstferien werden diese CO2-Warner im Unterricht eingesetzt. Weil momentan alle Zeichen auf Lockerung stehen, sogar die Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht diskutiert wird, bleibt das Thema Lüften aktuell. Das Projekt am Parler-Gymnasium zeigt, dass mit wenig Mitteln ein effektives Instrument hergestellt werden kann, dass eine große Rolle zur Sicherheit aller im Schulalltag spielen kann. Und mit diesen wenigen Mitteln wird auch ganz offensichtlich, dass Inhalte aus dem Unterricht, naturwissenschaftliche Themen oft einen hohen All-tagsbezug aufweisen können. Schulleiter Thomas Eich freut sich sehr über dieses Projekt: „Das deckt sich mit dem Anliegen, Schule so sicher wie möglich zu gestalten“, sagt er.

Ein Video zum Projekt gibt es auf dem YouTube-Kanal „SMV Parler Gymnasium“ oder über folgenden Link: https://youtu.be/hVdX0pAl1fY

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