Weihnachtsaktion der Lions Limes-Ostalb: Gutsle - gute Laune - guter Zweck

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Gundi Mertens und Dieter Maas.
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Wie der Lions Club Limes-Ostalb in der weihnachtsmarktlosen Zeit seine selbst gebackene Gutsle trotzdem an die Frau und den Mann bringt und welchen Institutionen der Erlös zukommt.

Schwäbisch Gmünd. Vieles ist in dieser vorweihnachtlichen Zeit diesmal anders. Der Gmünder Weihnachtsmarkt musste pandemiebedingt abgesagt werden. Das nahm auch dem Lions Club Limes-Ostalb die Möglichkeit seine „wichtigste und erfolgreichste Veranstaltung“, um Gelder für seine Projekte zu generieren: Das Betreiben eines Standes mit dem Verkauf von Glühwein und selbst gebackenen „Gutsle“.

Sollte man meinen. Für die 37 Mitglieder des Lions Clubs stand ein Rückzug aber nicht zur Debatte. Die leckeren Köstlichkeiten mussten unbedingt für den guten Zweck verkauft werden. Man suchte und fand eine Lösung. Aus diesem Grund gibt es noch bis Weihnachten auf dem samstäglichen Wochenmarkt in Gmünd einen Stand mit lecker selbst gebackenen Gutsle.

An diesem Samstag haben Gundi Mertens und Professor Dr. Dieter Maas Dienst vor dem Haus Rettenmayr. Trotz widriger Wetterumstände haben die Ehrenamtlichen des Verkaufsteams gute Laune. Schließlich geht es um eine gute Sache: Der Lions Club Limes Ostalb fördert und unterstützt durch ideelle, tatkräftige und finanzielle Zuwendung lokale und regionale Einrichtungen.

Diesmal sind es die „ÄWIL“ - Älterwerden in Lautern - als ein neuer Projektpartner des Clubs. Der Jugendtreff Ost in Gmünd wird schon seit geraumer Zeit von den Lions-Clubmitgliedern unterstützt. 30 Kilogramm Gutsle sei die„Aufnahmegebühr“ für die Partnerschaft mit Lautern gewesen, erzählen Mertens und Maas lachend. Weitere 30 Kilogramm der weihnachtlichen Köstlichkeiten wurden von den Clubmitgliedern selbst gebacken. Dazu hatten sie die Großküche der Agnes-von Hohenstaufen-Schule in eine „Weihnachtsbäckerei“ umfunktioniert. Und als „gesetzter Termin“steht beim Club danach der „Verpackungstag“ im Kalender, bei dem feinen Teilchen sortiert, „unter notarieller Beobachtung“ gewogen, auf die selbst gemachten Tellerchen verteilt und liebevoll verpackt werden. 25 verschiedene Sorten warten nun auf Abnehmer. Und die kommen gerne vorbei. Aus unterschiedlichen Gründen: während sich die einen Kunden selbst etwas Gutes tun wollen, nehmen andere die Päckchen als kleines Mitbringsel mit. Die Qualität der Plätzchen stimmt offensichtlich, denn etliche „Wiederholungstäter“ besuchen am Samstag den Stand. Die feinen Marzipan-Walnuss-Kugeln und die Kokosberge „Kilimandscharo“ stammen übrigens aus der Rührschüssel von Gundi Mertens.

Backgeheimnisse im Buch

Die Begeisterung der Käufer über die feinen Backwaren veranlassten den Lions-Club übrigens, seine „Backgeheimnisse“ in einem kleinen Buch zu verraten. Es enthält die Rezepte aller bekannten, aber auch exotischeren Weihnachtsbackwaren, auch in veganer Abwandlung, sowie schnelle Rezepte für feine Aufstriche. Das Rezeptbüchlein gibt’s ebenfalls am Stand des Clubs zu kaufen.

Die kalten Füße und die ständig beschlagenen Brillen vermiesen den Plätzchenverkäufern die Laune nicht, der gute Zweck stehe im Vordergrund meinen Mertens und Maas. Der Jugendtreff Ost sei eine „wertvolle“ Einrichtung“, die großartige Integrationsarbeit leistet und Kindern und Jugendlichen aus weniger bevorzugter Herkunft Platz zum lernen und treffen bietet. ÄWIL, sei bemerkenswert, findet Gundi Mertens. In dem generationenübergreifenden Netzwerk profitieren Ältere und Jüngere in Lautern voneinander. „Ein schönes Modell“, lobt Mertens.

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