Weiter Fragen am Klinik-Eingang

  • Weitere
    schließen
  • schließen

Verlängerung der Zugangsbeschränkung gilt auch am Stauferklinikum. Patientin über Befragung verärgert.

Schwäbisch Gmünd. Die Zugangsbeschränkungen zum Stauferklinikum, die zunächst bis Ende August laufen sollten, wurden um zunächst einen Monat verlängert. Das sagt der Pressesprecher der Ostalb-Kliniken, Andreas Franzmann, auf Anfrage der Gmünder Tagespost.

Anlass für die Anfrage war die Schilderung von Brigitte Prehn aus Heuchlingen, die zu einem Untersuchungstermin die Stauferklinik gekommen war. Am Eingang habe ein junger Mann sie angesprochen und gefragt, ob ihr Mundschutz frisch sei, ob sie einen Termin habe – und in welcher Abteilung sie den Termin habe. Letztere Frage wollte die Frau nicht beantworten. "Wo bleibt denn da die Intimsphäre und der Datenschutz", fragt sie. Der junge Mann habe sie daraufhin beschieden, ohne eine Antwort könne er sie nicht reinlassen.

"So langsam zu weit"

Für Brigitte Prehn war dieses Ereignis Anlass zu grundsätzlicher Kritik: "Was muss man sich eigentlich noch alles gefallen lassen unter dem Deckmantel ‘Schutz vor Corona'? Die Regierung, speziell Herr Jens Spahn, geht so langsam zu weit." Diese Meinung höre sie auch in ihrer Umgebung immer häufiger.

Der Pressesprecher der Ostalb-Kliniken, Andreas Franzmann, bestätigt, dass die Klinikleitungen derzeit angehalten seien, "alle Personen, die das Klinikum betreten möchten, nach dem Grund zu fragen".

Auch für uns Kliniken ist die Überwachung dieser Regelung nicht einfach.

Andreas Franzmann, Klinik-Pressesprecher

Das sei keine Eigenheit der Ostalb-Kliniken, sondern für sie gelte wie in allen Kliniken im Land derzeit die Corona-Verordnung für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. "Darin ist geregelt, wer unter welchen Voraussetzungen die Klinik betreten darf."

In der derzeitigen Fassung sei beispielsweise nur ein Besucher pro Tag und Patient zulässig. Voraussetzungen dafür, dass der Besucher oder die Besucherin rein darf, sei die Einhaltung von Hygienevorschriften wie das Desinfizieren der Hände, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Einhalten eines Mindestabstands von eineinhalb Metern zu anderen Leuten.

Für ambulante Patienten wie Brigitte Prehn würden die gleichen Regeln gelten. Franzmann: "Das heißt, Patienten werden am Eingang gefragt, in welcher Abteilung sie einen Termin haben. Aus Hygienegründen wird auch gefragt, ob der Mund-Nase-Schutz frisch ist und bei Bedarf ein neuer angeboten." Bei der Einhaltung dieser Regelung werde das Klinikpersonal von einer externen Sicherheitsfirma unterstützt. Eine Ausnahme gelte für Notfallpatienten, die würden jederzeit aufgenommen.

"Auch für uns Kliniken ist die Überwachung dieser Regelung nicht einfach", bittet Andreas Franzmann um Verständnis. Doch setze das Stauferklinikum damit lediglich eine Vorschrift der Landesregierung um, die für alle Kliniken in ganz Baden-Württemberg gilt und "das Ziel hat, im Sinne aller Patienten die Verschleppung des Virus vor allem in den Kliniken zu verhindern".

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

WEITERE ARTIKEL