Weltwassertag in Schwäbisch Gmünd: Duschen statt baden

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Weltwassertag v.l.Helga Weiß,Ulrike Ruhdel,Karin Fuhr,Andrea Brust,Beate Kessler,Birgit Heilig
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Welche Tipps die Gmünder Soroptimistinnen zum Wassersparen haben und wie das Grundwasser geschützt werden kann.

Schwäbisch Gmünd

Wasser ist die Grundlage jeden Lebens. Grundwasser ist unersetzlich als Trinkwasserspender und ein Energiespender für Pflanzen. Zum Weltwassertag haben am Samstag die Gmünder Soroptimistinnen mit einem Info-Stand vor dem Rathaus auf dieses Thema aufmerksam gemacht. Denn der diesjährige Weltwassertag steht unter dem globalen Motto „Grundwasser“.

Trinkwasser sei in Deutschland immer verfügbar, erklärt Angela Breitweg-März. Man bediene den Wasserhahn und die lebensnotwendige Flüssigkeit steht zur Verfügung. Dass es auch in Deutschland um die Grundwasserversorgung immer enger werde, sei kaum jemandem bewusst. Wasserrechte würden verkauft, weltweit agierende Getränkekonzerne nutzten dies zur Herstellung ihrer Produkte. „Es kann nicht angehen, dass ich im Supermarkt irgendwann mein Trinkwasser in Flaschen kaufen muss“, malt Breitweg-März eine düsterer Zukunftsvision.

Auch in Deutschland sei der Wasserverlust seit Jahren angekommen. Experten schätzen ihn in den vergangenen 20 Jahren auf das Fassungsvermögen des Bodensees, mahnt Breitweg-März. Der Klimawandel trage dazu bei. Durch steigende Temperaturen verdunste das Grundwasser, steigende Meeresspiegel sorgten für eine Durchmischung von Süß- und Salzwasser. Dass sauberes Wasser ein Grundrecht ist, davon sind die Soroptimistinnen Martina Häusler, Landtagsabgeordnete der Grünen, Beate Kessler und Karin Fuhr überzeugt. Vor dem Stand der Soroptimistinnen prangt ein Transparent. Die Wasserhähne an der Erdkugel in Form eines Wassertropfens symbolisieren die Austrocknung des Planeten. Dabei sei es für jeden Einzelnen mit wenig Aufwand möglich, seinen Teil zum Schutz des Wassers umzusetzen, erklärt Häusler.

Das könne bereits an der Gemüsetheke im Supermarkt geschehen. Regionales Obst und Gemüse sei frisch, reif und habe kurze Transportwege. Wasser gespart werden könne auch bei der täglichen Körperhygiene. Ein Duschgang spare gegenüber einem Vollbad 100 Liter Wasser. Wer Regenwasser in einer Regentonne sammle, habe nicht nur kostenloses Gießwasser zur Hand. Wenn das Versickern des Niederschlagswassers auf dem Grundstück ermöglicht werde, könnten Gebühren für das Niederschlagswasser eingespart werden. Das Wasser werde auch geschützt, in dem wassergefährdende Stoffe wie Speisereste, Öle oder Medikamente fachgerecht entsorgt werden. Der Teufel stecke im Detail: Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe vergifte 40 Liter Grundwasser. Zudem seien die Zigarettenfilter aus Kunststoff, könnten nicht abgebaut werden und endeten als Mikroplastik, das unter anderem in den Weltmeeren lande. Auch hier haben die Soroptimistinnen vor Jahren dem Mikroplastik den Kampf angesagt und auf den Wochenmärkten Stoffbeutel verteilt, um die Flut der Plastiktüten einzudämmen. „Am Anfang wurden wir belächelt“, meint Karin Fuhr. Heute seien nachhaltige Einkaufsbehältnisse salonfähig geworden.

Ein weltweiter Tag fürs Wasser

  • Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und wird seit 2003 von UN-Water organisiert. In der Agenda 21 der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro wurde er vorgeschlagen und von der UN-Generalversammlung in einer Resolution am 22. Dezember 1992 beschlossen.

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