Weniger Parkplätze - mehr Platz zum Verweilen

Drei Plätze zum Verweilen sind in den Schmiedgassen entstanden: der Frauen-Platz, der Frey-Platz und der Fernseh-Platz. Was die Umgestaltung der Schmiedgassen für die dort angesiedelten Gewerbe und die Verkehrssituation bedeutet.

Schwäbisch Gmünd. Die Schmiedgassen in Schwäbisch Gmünd haben sich verändert. Zum Verweilen sind dort nun drei Plätze entstanden: der Frauen-Platz, der Frey-Platz und der Fernseh-Platz.

Dies sei laut Oberbürgermeister Richard Arnold für die Kommunalpolitik eines der wichtigsten Themen. „Wir wollen etwas errichten, an dem man sich niederlassen kann“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold. Dies sind zum Beispiel Holzdecks, die unter anderem vor der Bäckerei Frey aufgebaut wurden. Diese könne die Bäckerei zum Empfangen und Bewirten der Gäste nutzen. „Ja, es geht zu Lasten von Parkplätzen“, gibt Arnold zu und verweist auf andere Möglichkeiten wie das Remsparkdeck.

Reaktionen auf Parksituation

Für Madeleine Bazzano war es zunächst ein Schock zu hören, dass viele Parkplätze wegfielen. Denn viele der Gäste ihres Café Mikro blieben nur schnell auf einen Espresso. Aber es gibt auch Positives: mehr Platz für Außenbewirtung. Auch Frank Stemke von der gleichnamigen Bäckerei lässt die Parksituation nicht kalt. Denn auch seine Kundschaft komme häufig mit dem Auto und gehe nach dem Einkauf wieder. Daher hofft er, die womöglich fehlende Auto-Kundschaft mit Radfahrern und Fußgängern auszugleichen.

Verkehrsänderungen

Damit die Planungen aufgehen, muss sich auch am Verkehr was tun. „Die Busse fahren nach wie vor“, sagt der OB. Anders hingegen sieht es beim Individualverkehr aus. Für den ist die Vordere Schmiedgasse seit dem 12. Juli ab der Abzweigung zum Kalten Markt bis zur Ausfahrt des Parkhauses tabu. Fahren Autofahrerinnen und Autofahrer also in die Hintere Schmiedgasse ein, müssen sie entweder in das Parkhaus oder über die Rosenstraße in Richtung Königsturm. Von der Königsturmstraße aus können Autofahrerinnen und Autofahrer nun nicht mehr den Kalten Markt befahren. Dort gilt neuerdings eine Einbahnregelung. Die Schmiedgassen sollen nämlich vorrangig für Fußgängerinnen und Fußgänger da sein. „Das Fahrrad hat sich genauso unterzuordnen, wie alle anderen auch“, sagt Arnold und betont, dass es keinen Radweg geben werde. jat

Ende der Durchfahrt: Busse dürfen am Kalten Markt weiter in beide Richtungen fahren, für Autos gilt nun Einbahnverkehr.
Die beiden Gmünder Schmiedgassen werden sich in Kürze ändern. Einbahnstraßen, Tempo 20 und Zufahrtsbeschränkungen sind geplant.

Rubriklistenbild: © hoj

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