Wenn sich alles um den Apfel dreht

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Die Schülerinnen und Schüler der Agnes-von-Hohenstaufenschule haben Äpfel verkostet, verglichen und analysiert. ÌFoto: privat

Schülerinnen und Schüler der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule in Schwäbisch Gmünd haben sich im Rahmen eines Mundi-Projektes dem Obst aus vielen unterschiedlichen Perspektiven genährt.

Was wissen Sie über Äpfel?“

Ausgangsfrage für die Schüler

Schwäbisch Gmünd

Seit Beginn des Schuljahres setzen sich die Schülerinnen und Schüler der Gmünder Agnes-von-Hohenstaufen-Schule mit dem fächerübergreifenden Schulprojekt „Apfel im Glas“ auseinander. Im Herbst wurden beispielsweise die schuleigenen Äpfel geerntet, anschließend im Fach Nahrung professionell eingekocht und vor Weihnachten mit der eigenen Übungsfirma verkauft. Zu den Produkten zählten neben der Marmelade und den Chutneys auch gefilzte Äpfel, die im Fach Handwerk hergestellt wurden. Die Preiskalkulation erstellten die jungen Geschäftstreibenden im Fach Mathe, das Verkaufsgespräch wurde im Fach Deutsch trainiert, die globale Bedeutung griff das Fach Englisch auf und für die notwendige persönliche Stärke sorgte das Fach Ethik.

Der Höhepunkt

Nun wartete ein besonderer Höhepunkt des Großprojektes auf die Schülerinnen und Schüler. Die noch jungen Bildungspartner, die Agnes-von-Hohenstaufen-Schule und das Bildungsprojekt Mundi unter Beteiligung der Firma Weleda, initiierten bereits im Sommer den Workshop „Apfel in Balance“. Ziel war es, über den Tellerrand der Schule hinauszusehen und mehr Erfahrungen rund um den Apfel zu sammeln – und nun war es soweit. Die Schulleiter der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule, Jens-Peter Schuller und Harald Stempfle, durften Steven Swart von der Firma Weleda an der Schule begrüßen. Er referierte zum Thema und leitete den Workshop.

„Was wissen Sie über Äpfel?“, so lautete die Einstiegs- und Ausgangsfrage für die Schülerinnen und Schüler. Mit Köpfchen und digitalem „Know-how“ näherten sich die jungen Erwachsenen anschließend dem Begriff der Artenvielfalt, um die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Zusammenhang des Apfels zu erfassen. Dabei waren alle Sinne gefragt. So wurden zum Beispiel unterschiedliche regionale und globale Apfelsorten einem Geschmackstest unterzogen, um festzustellen, dass „Apfel nicht gleich Apfel“ ist.

Auch der gesundheitliche Aspekt kam nicht zu kurz, getreu dem Motto: „An apple a day, keeps the doctor away“.

Beeindruckend war für die Schülerinnen und Schüler das Experiment des „CO2-Rucksacks“. Dabei wurden die Transportwege eines Apfels durch die jungen Erwachsenen in einem Standbild mit Wasserflaschen, die das CO2 symbolisierten, aufgestellt. Verglichen wurde der heimische Apfel mit einem chilenischen. Mit Stolz stellten die Jugendlichen fest, welchen nachhaltigen Beitrag Sie mit ihrer regionalen Herstellung von Apfelprodukten leisten.

Am Ende eines erlebnisreichen Vormittages bedankten sich die beiden Klassensprecherinnen mit selbstgemachter Marmelade, hergestellt aus eigenen Schuläpfeln. Begleitet wurde der Workshop von den Fachlehrerinnen Monja Weinheimer und Bärbel Endler, initiiert von Olga Gerashchenko und Silke Fürst.

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