Wer hat das Herliköfer Ortsschild geklaut?

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Kleine Feierstunde zur Neueröffnung der Straße zwischen Herlikofen und Gmünd. Mit Schere und Band: Oberbürgermeister Richard Arnold (Vierter v.r), Ortsvorsteher Thomas Maihöfer (Fünfter v.r.) sowie Baufachleute und Vertreter der Fraktionen.
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Seit einer Woche rollt der Verkehr wieder zwischen Gmünd und Herlikofen. Welche Details noch fehlen – und warum das Ortsschild fehlt.

Schwäbisch Gmünd

Straßenbeleuchtung fehlt noch, Glasscheiben in den Buswartehäuschen, und ein wichtiges Ausstattungsdetail ist verschwunden: das Ortsschild von Herlikofen. Was noch an Kleinigkeiten fehlt und zu tun ist an der Straße zwischen Gmünd und Herlikofen, das haben Fachleute der Stadt und der Baufirma erläutert, am Donnerstag bei einer kleinen Feier zur Eröffnung der Straße.

Was OB Richard Arnold da mit der Schere in der Hand macht, dürfte den allermeisten Autofahrern ziemlich gleichgültig sein. Hauptsache, die wichtige Verbindung zwischen Gmünd und seinem nordöstlichen Hinterland ist wieder frei. Seit einer Woche rollt der Verkehr wieder auf der Straße zwischen Gmünd und Herlikofen. Lang genug haben die Herliköfer und viele andere Gmünd-Pendler gewartet. „Die letzten fünf Jahre war es schon dringend“, erinnert sich Herlikofens Ortsvorsteher Thomas Maihöfer an den Zustand vor der Sanierung. Dass es so lang gedauert hat, bis das offensichtlich Notwendige angepackt wurde, liegt an den Besitzverhältnissen auf dem Straßenabschnitt: Zur Hälfte ist die Stadt, zur Hälfte das Land zuständig. Man sei „in der Vergangenheit nicht recht zueinander gekommen“, sagte Oberbürgermeister Arnold.

Einige Arbeiten stehen noch aus: „Das alte Geländer wird noch gestrichen, Mauern werden bepflanzt“, so Arnold. Die Glasscheiben für die Buswartehäuschen und die Straßenbeleuchtung sollen im Herbst fertig sein, sagt Gmünds Tiefbauamtsleiter Jürgen Musch. Dass es nicht rechtzeitig geklappt hat, liegt an den derzeit häufigen Lieferengpässen von Baumaterial. Während der Bauzeit von knapp vier Monaten gab es dieses Problem einmal: „Uns haben Spezialfugenbänder für die Stützwand gefehlt, sonst wären wir noch zwei Wochen früher fertig gewesen“, sagt Markus Eichele von der ausführenden Baufirma.

Ortsvorsteher Maihöfer wartet auf noch ein Detail: eine Ortstafel. Das bisherige Schild ist verschwunden. „In der vergangenen Woche war es noch da, es war seitlich abgelegt gewesen“, sagt Tiefbauamtsleiter Musch. Es drängt sich die Frage auf: Wer nimmt ein Ortsschild mit? Und wozu?

Noch eine schlechte Straße

Zwei Millionen Euro, hälftig zu bezahlen von Stadt und Land Baden-Württemberg, waren an Kosten veranschlagt. Die Endabrechnung steht noch aus, „aber im Großen und Ganzen sind wir im Rahmen“, sagt Markus Eichele. Mehr Geld musste er für die vorgeschriebene gesonderte Entsorgung von bitumenhaltigem Untergrund-Material ausgeben. Dafür waren die stablilisierenden Arbeiten an der Rutschung weniger umfangreich als ursprünglich gedacht.

Für Herlikofens Ortsvorsteher Thomas Maihöfer ist schon mit dem Baubeginn eine Zeit zu Ende gegangen, in der er eine Frage immer wieder gehört hat: "Wann wird es endlich gerichtet?" Maihöfer erinnert aber auch daran, dass es längst nicht nur um seinen Stadtteil geht. "80 bis 90 Prozent des Verkehrs, der die Straße nutzt, kommt von woanders." Was seinen Ort und dessen Verkehrswege angeht, denkt der Ortsvorsteher schon weiter: "Diese Straße hatte Priorität - aber mit der Straße im Burgholz muss man sicher auch mal etwas unternehmen."

In der vergangenen Woche war das Ortsschild noch da."

Jürgen Musch, Tiefbauamtsleiter
  • Eichele: Baubeginn in zwei Wochen
  • Die Arbeiten an der Straßenbaustelle zwischen Gmünd und Herlikofen hat das Bauunternehmen Eichele beendet - demnächst werden Eichele-Mitarbeiter am anderen Ortsende von Herlikofen aktiv. Dort erstellt die bisher in Untergröningen ansässige Firma ihren neuen Stammsitz für die insgesamt 125 Mitarbeiter. "Baubeginn ist in zwei Wochen", kündigt Geschäftsführer Markus Eichele an. Bis Ende 2022 soll alles fertig sein.
  • Auf einem 15 000 Quadratmeter großen Areal entstehen das Baustofflager, ein Verwaltungsgebäude und eine Halle für die Schlosserei. Hauptgründe für den Umzug sind die größere Nähe zum Remstal und der Region Stuttgart.

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