Wie das Gmünder Seniorennetzwerk unterstützt

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Das Seniorennetzwerk in Schwäbisch Gmünd wurde vor zehn Jahren gegründet. Anlass für eine kleine Feier im Innenhof des Spitals mit Bürgermeister Julius Mihm.
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Vor zehn Jahren wurde in Schwäbisch Gmünd das Seniorennetzwerk gegründet. Heute gibt es Unterstützung in vielen Lebenslagen. Dieter Lehmann erinnert sich.

Schwäbisch Gmünd

Wie kann man ältere Menschen unterstützen, dass sie möglichst lange Zuhause leben können? Eine Antwort darauf hatte der frühere Leiter des Amts für Familie und Soziales, Dieter Lehmann, schon vor zehn Jahren: Er regte die Gründung des Seniorennetzwerks an, war am Freitag Gast der kleinen Jubiläumsveranstaltung im Spitalhof.

Bürgermeister Julius Mihm schätzt dieses Seniorennetzwerk, das auch Impulse für die Stadtentwicklung gebe. Die inzwischen 17 unterschiedlichen Angebote der stark von Ehrenamtlichen getragenen Initiative seien von gesellschaftlicher Relevanz. Im Alter in gewohnter Umgebung zu leben, das bedeute auch, dass für diese Menschen keine zusätzlichen Wohnungen bereitgestellt werden müssten.

„Gerne in die Stadt“

Julius Mihm hält das Seniorennetzwerk auch in Zukunft für bedeutend. „Zehn Jahre können nur ein Anfang sein“, betont er und ist davon überzeugt, „dass dieses Netzwerk auch weiter ausgebaut wird“. Die Stadtentwicklung nehme Anregungen aus dieser gesellschaftlichen Gruppe mit in ihre Überlegungen. Dabei gehe es auch ums Mobilitätskonzept, um kurze Wege zwischen Wohnen und Infrastruktur, darum „dass Sie gerne in die Stadt gehen“.

Karolina Gorjainow, Gesamtkoordinatorin des Seniorennetzwerks, sieht darin eine Erfolgsgeschichte und Renate Wahl, Leiterin des Generationentreffs Spitalmühle, moderierte eine Gesprächsrunde mit Dieter Lehmann, Birgit Schmidt und Erika Wohnhas, Mitwirkende der ersten Stunde des Seniorennetzwerks. Dieter Lehmann gibt zu „mächtig stolz auf diese Einrichtung“ zu sein. Mehr Menschen könnten so zuhause alt werden. Wenn bei alleinstehenden alten Menschen beim Frühstück niemand frage, ob die Medizin schon eingenommen ist, „können wir das durch einen kurzen Anruf zum Teil aufwiegen“.

Und was wünscht er Ehrenamtlichen in diesem Dienst? Durchhaltevermögen vor allem und Menschen, die diesen Einsatz schätzen, „das wiederum fördert die Motivation“. Birgit Schmidt, damals Südstadt-Koordinatorin, erinnert an den Start des Seniorennetzwerks. Zunächst standen die jungen Menschen im Vordergrund, es gab Krabbelgruppe und Theatergruppe. Dann richtete sich der Blick auf die Senioren. Auch für Erika Wohnhas, die nach ihrer Pensionierung eine neue Aufgabe suchte. Im Seniorenfahrdienst, den sie schon acht Jahr begleitet, fand sie die passende Herausforderung.

Der Fahrdienst ist bis heute eine der wichtigsten Einrichtungen des Seniorennetzwerks. Aber auch Wohnberatung, Morgenohr oder handwerkliche Seniorendienste sind gefragt. Unter anderem gibt es die Initiativen Sorgentelefon, Urlaub ohne Koffer, den Gesprächskreis für pflegende Angehörige und Alltagshilfen.

Im Spitalhof konnten sich Ehrenamtliche, Interessierte und viele Senioren bei spätsommerlicher Witterung noch eine Weile unterhalten, begleitet von den Klängen des Trios „Leslie´s Bar Jazz“ mit Artur Derer, Leslie ter Jung und Elmar Wetterich.

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