Wie das Restaurant Rosmarie in Gmünd ankommt: "Frühstück ist das absolute Zugpferd"

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Zufriedene Chefs: Karen Kronwald und Cüneyt Fettan.
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Seit vier Wochen ist das neue Restaurant Rosmarie am Kalten Markt geöffnet – Betreiber Cüneyt Fettan ist sehr zufrieden mit dem Start.

Schwäbisch Gmünd. Dass Gmünder und Aalener nicht immer des Beste voneinander denken,  gehört wohl zu den Riten und Traditionen der Ostalb. Cüneyt Fettan, Gastronom aus Aalen, ist ganz offen herangegangen an die Eröffnung des Restaurants „Rosmarie“ in Gmünd. Vier Wochen nach dem Start sagt er: „Ich war von Gmünd positiv überrascht, es war ein sensationeller Start.“

Fettan betreibt in Aalen seit Jahren ein Rosmarie, gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Karen Kronwald. In Gmünd sind die beiden im von Grund auf sanierten ehemalige „Lamm“ gestartet – um nun nach kurzer Zeit festzustellen: Ihr Konzept funktioniert auch in Schwäbisch Gmünd. Ein paar (Vor-)Urteile über die Gmünder hatte Fettan von Aalener Bekannten mit auf den Weg bekommen, bestätigt hat sich nicht eines: „Es ist kein Unterschied zu Aalen“, sagt er.

„Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, dazu ein Tagesessen, das sind die Schwerpunkte des Angebots. Die Zutaten kommen aus der Region, die Gerichte sind aber auch mal international, als Tagesessen steht etwa „Orientalische Ofenkartoffel mit roten Linsen-, Oliven-, Karotten-Bolognese, dazu Hummus-Topping“ auf der Karte.

Am 21. Februar haben die Betreiber in aller Stille aufgemacht, damit das Personal sich in der Startphase ruhig einarbeiten konnte. Weniger Tage später lief der Betrieb schon auf hohen Touren, die acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten richtig Gas geben. „Wir sind, Stand heute, auf dem gleichen Niveau wie in Aalen.“ Den größten Zulauf an Gästen gebe es in den Morgenstunden beim Frühstücksangebot, erzählt der Geschäftsführer. „Das Frühstück ist das absolute Zugpferd.“ Doch auch das Tagesessen laufe gut, „und am kommenden Wochenende ist komplett reserviert, wir haben keinen Platz mehr frei“. Im Normalbetrieb ist es dem Geschäftsführer aber wichtig, dass etwa Frühstückgäste auch spontan kommen können und Chancen auf einen Platz haben.

Noch nicht geöffnet ist bislang der Außenbereich, Cüneyt Fettan wartet noch auf die neu bestellten Stühle. „Ich gehe davon aus, dass wir Anfang April dort starten können.“ Im Innenraum ist derzeit noch weniger dicht bestuhlt als es möglich wäre; Fettan hat festgestellt, dass es Gäste gibt, die während zweier Pandemie-Jahre ihre Einschätzung dessen, was angenehme Abstände zu anderen Tischen sind, deutlich geändert haben. „Jeder hat eine andere Wahrnehmung, und manche Gäste sind sehr sensibel, da versuchen wir einen Spagat hinzubekommen.“

Zu wegen der Kälteanlage

In der Woche nach Ostern, vom 18. bis 22. April, wird das Gmünder Rosmarie noch einmal schließen. „Schweren Herzens“, sagt der Geschäftsführer, „dann wird unsere Kälteanlage an die Hauptleitung angeschlossen“. Der bisherige Anschluss sei nur provisorisch gewesen, nun müssen während der Arbeiten alle Kühlschränke heruntergefahren werden - unmöglich im laufenden Betrieb. Am Samstag, 23. April, wird dann wieder eröffnet.  

Cüneyt Fettan, der jetzt Gmünder und Aalener Gastronom gleichermaßen ist, wird dann seine Arbeitswoche wieder mehr aufteilen. In der Startphase war er jeden Tag in Gmünd, künftig wechselt er hin und her. „Ich habe schon Nachrichten von Aalenern bekommen mit der Frage, ob ich jetzt gar nicht mehr komme?“

restaurant rosmarie
Nach Ostern bleibt das neue Rosmarie in Gmünd eine Woche geschlossen - wegen technischer Arbeiten.

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