Wie heizt Gmünd?

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Symbolbild erneuerbare Energien

Der Gemeinderat hat den Auftrag für eine kommunale Wärmeplanung vergeben.

Schwäbisch Gmünd. Alle Häuser in Gmünd nur noch mit Energie aus der Sonne, dem Wind oder dem Boden heizen und mit Warmwasser versorgen: Dieses Ziel soll bis 2040 erreicht werden, das hat die Landesregierung der Stadt in der Neufassung des Klimaschutzgesetzes als Aufgabe gestellt. Wichtiger Schritt dazu ist eine kommunale Wärmeplanung, die das Büro RBS wave für die Stadt erstellen soll.

Jahrzehntelange Aufgabe

Diese Planung soll aufzeigen, wie viel Wärme in Gmünder Häusern benötigt wird und wie sie mit erneuerbaren Energien erzeugt werden kann. Alle Städte mit mehr als 20 000 Einwohnern im Land müssen bis Ende 2023 solche kommunalen Wärmeplanungen erstellen.

Der Gemeinderat vergab am Mittwoch den Auftrag für diese Wärmeplanung an das Planungsbüro RBS wave. Das Büro bekommt dafür gut 60 000 Euro. Die Stadtwerke sind Ansprechpartner für das Büro und werden Daten zuliefern. In einem Leitfaden macht die Landesregierung klar, dass diese Wende in der Wärmeversorgung für die Stadt eine jahrzehntelange Aufgabe werden und die gesamte Stadtplanung beeinflussen wird. Für diese Aufgabe bekommt die Stadt auch Geld vom Land: seit 2020 und bis 2024 rund 23 500 Euro pro Jahr, danach sinkt die jährliche Zuweisung deutlich.

Das Land hat nicht nur das Zieldatum 2040 definiert, sondern auch ein Zwischenziel: Bis 2030 möchte Baden-Württemberg den Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 um mindestens 65 Prozent senken. SPD-Stadtrat Johannes Zengerle fragte deshalb, ob die Stadt, die sich doch als „Gut-fürs-Klima-Stadt“ bezeichnet, sich nicht auch, zum Beispiel bis 2028, ein solches Zwischenziel setzen möchte. Das, so antwortete Oberbürgermeister Richard Arnold, müsste erst geprüft werden.

12 bis 14 Monate

Zuvor hatte der Gemeinderat bereits über die Arbeit des Amts für Klima und Nachhaltigkeit diskutiert, außerdem war das Thema „Wärmeplanung“ schon in der Vorberatung im Bauausschuss ausführlich besprochen worden, so dass die einhellige Zustimmung am Mittwoch ohne jede Diskussion zustande kam.

In der Vorberatung hatte Tim Kazenmaier vom Büro RBS wave bereits ausgeführt, dass die Erstellung des kommunalen Wärmeplans ungefähr 12 bis 14 Monate Zeit in Anspruch nehmen wird. Dann habe die Stadt ein „strategisches Instrument“, um Klimaneutralität zu erreichen. wof

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