Wie junge Menschen Zeitung sehen

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Von wegen desinteressiert: 26 Schüler der Klasse 10c des Parler-Gymnasiums und ihr Deutschlehrer Frank Fohmann diskutierten am Freitag mit GT-Lokalchef Michael Länge über Zeitung, wie sie sich aktuell verändert und was trotzdem ihre Aufgaben bleiben. Fo

Schwäbisch Gmünd

Sie sind neugierig. Und sie sind pfiffig. Die Schüler der Klasse 10c des Parler-Gymnasiums haben mit ihrem Deutschlehrer Frank Fohmann am Projekt „Zeitung in der Scbule“ der Gmünder Tagespost teilgenommen. Drei Wochen lang konnten die 26 Schüler schon vor den Sommerferien die Gmünder Tagespost lesen. Viele von ihnen nutzten dies. Obwohl sie, das verrieten die Schüler am Freitag im Gespräch mit GT-Redaktionsleiter Michael Länge, ansonsten im Alltag nicht zu den dauerhaften Zeitungslesern gehören. Obgleich es in gut der Hälfte der elterlichen Haushalte eine Tageszeitung gibt. Wenn sie Zeitung lesen, lesen sie eher die Bundes- oder Weltpolitik. Oder den überregionalen Sport. Nicht so sehr das Lokale. Weshalb das so ist, versuchte Länge herauszufinden. Er erzählte aus dem Redaktionsalltag. Wieviele Mitarbeiter die GT hat. Wie der Tagesablauf ist. Und dass die Gmünder Tagespost heute nicht mehr nur eine gedruckte Zeitung ist, sondern ihre Informationen auf mindestens sechs Kanälen verbreitet. Die Schüler wollen wissen, wie die Ausbildung zum Redakteur aussieht. Und erfuhren von Länge, dass es dafür verschiedene Wege gibt: das klassische und sehr praxisbezogene Volontariat im Zeitungsverlag, beim Rundfunk oder in einer Online-Redaktion. Oder ein Journalismus-Studium, das sich an verschiedenen Universitäten ebenfalls immer mehr am praktischen Alltag orientiert.

Richtig spannend wurde das Gespräch, als Länge die Schüler fragte, was geschehen würde, wenn es keinen Journalismus mehr gäbe. Meinungsvielfalt ginge verloren, sagte eine Schülerin. Verlässlichkeit, sagte eine Mitschülerin und wies auf den Wert dessen hin, dass Journalisten bei aller Meinungsfreiheit zur Wahrhaftigkeit, zur Sorgfalt verpflichtet sind. Die Wächterfunktion der Journalisten, die Aufgabe, den Mächtigen auf Finger zu schauen, betonte ein Schüler, indem er darauf verwies, unter welchen Zwängen Journalisten in autoritären Staaten stehen. Ganz zum Schluss gab's auf Fohmanns Frage, was die Schüler gerne in Gmünd hätten, doch noch Lokalkolorit: Urban Outfitters und Zara, die hätten einige Schüler gerne in Gmünd.

Die Gmünder Tagespost ist nicht mehr nur eine gedruckte Zeitung, sondern eine Marke, die auf mehreren Kanälen Informationen verbreitet.“

Michael Länge, GT-Redaktionsleiter

Die Gmünder Tagespost ist nicht mehr nur eine gedruckte Zeitung, sondern eine Marke, die auf mehreren Kanälen Informationen verbreitet.“

Michael Länge, GT-Redaktionsleiter

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