Wie sich ein Butterkeks in Prinzenrolle verwandeln kann

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Zauberer Topas zeigt im Schwörsaal der Gmünder Musikschule den Kindern seine Tricks - und erhält dafür viel Bewunderung und Beifall. Die Veranstaltung gehört zur Reihe „Denkmal mit Herz“. Foto: HOJ
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„Denkmal mit Herz“ soll auf die Anliegen kleiner Herzpatienten aufmerksam machen. Dazu gehört auch die Zaubershow für Kinder.

Schwäbisch Gmünd

Der Gmünder Sommer ist um eine Attraktivität reicher geworden: Mit der Aktion „Denkmal mit Herz“ will die Stiftung Kinderherz unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Richard Arnold mit zwölf Herzen an zwölf Denkmälern ein sichtbares Zeichen für das Anliegen kleiner Herzpatienten setzen.

Im Begleitprogramm Topas, ein weltbekannter Zauberer, der für die Stiftung mit seinem ehrenamtlichen Auftritt in der Musikschule auf die dringend notwendige Hilfe aufmerksam macht. Topas, der weltweit bei Bühnenauftritten in Städten wie Las Vegas und Schanghai seine Zaubertricks vorführt, musste sich hier auf ein junges Publikum einstellen.

Durch einen Spiegel nähen

Das Wichtigste zu Beginn: Die Hände müssen gewärmt werden. Da machten alle mit im Schwörsaal. Handflächen aneinanderlegen, mittlerer und Ringfinger bleiben zusammen, die anderen Finger werden weggespreizt. Die Kinder konnten dies sofort. Topas schaffte es, schnell wechselnde Zusammenstellungen von Fingern beider Hände immer wieder neu zu formieren. Dann zeigte er den Trick, den er als Siebenjähriger zum ersten Mal machte. Ein Spiegel mit Rahmen verschwand in einem leeren Beutel, dann stach der Zauberer mit langer Nadel und Faden durch den Spiegel im Sack.

Kartentricks gehören zum Zauberbasisprogramm. Hier war die kleine Daria besonders aufmerksam: „Du hast noch eine Karte gehabt!“, überführte die freche Maus den Meister. Mit „Nein!“ „Doch!“, entspann sich ein reger Wortwechsel zwischen den beiden. Es flogen Spielkarten durch die Luft und auf den Boden. Immer war es die richtige Publikumskarte, wenn der Zauberer eine verdeckte Karte herauszog.

Thomas Fröschle alias Topas sah in enttäuschte Kindergesichter als er sagte, dass kein Zauberer seine Tricks verraten darf, es sei denn an jemanden, der selbst Zauberer werden will. Diese zukünftigen Kolleginnen und Kollegen dürften nach der Show zu ihm kommen.

Plüschhase im Baumstamm

Überraschendes werden Eltern beobachten können beim Jacke anziehen. Topas zeigte Variationen: Von der Innenseite in die Jackenärmel, eine Drehung über den Kopf, schon sitzt die Jacke da, wohin sie gehört. Weitere Variante: der Sprung mit Drehung in die Jacke. Das sorgte für Heiterkeit.

Dann die Sache mit dem Leibniz-Keks. Schwupps war eine Ecke ab, dann öffnete der Zauberer die Hand, der Keks war wieder ganz. Die Hand zur Faust, es bröselt und heraus kommt der runde Keks der Prinzenrolle.

Es wurde laut: Mit einer Kettensäge zerlegte der Zauberer einen Baumstamm. Dabei sollte eine Pik 8 herauskommen. Erst war's ein Känguru, dann ein grüner Plüschhase, der fliegt, ein Kasperl schaut über die Schutzabdeckung, während die Späne fliegen. Dann: acht fein ausgesägte Pik in einer knapp meterhohen Holzkarte.

Mit einem herzlichen Appell endete Moderatorin Regine Koch-Scheinpflug: „Schaut euch den ‚KunstHerzen‘-Rundgang an!“ Wie dem Flyer zu entnehmen ist, haben namhafte Künstler ihre Gedanken zum Thema umgesetzt. Friedemann Gramm verabschiedete Eltern und Kinder mit den Worten: „Ab morgen ist hier Musik- und Zauberschule!“

Mehr zur Ausstellung „KunstHerzen“ bekannter Künstler wie Diane Herzogin von Württemberg und anderen sind an zwölf Denkmälern zu finden. Die Ausstellung ist bis 3. Oktober zu sehen.

Öffentliche Führungen: Sonntag, 31. Juli, 14. August, 18. September, 2. Oktober, jeweils um 15 Uhr. Kosten: 2 Euro pro Person.

Private Führungen mit Marlene Grimminger, Anmeldung unter Tel. (07171) 6034130.

Den Lageplan gibt es unter www.Stiftung-Kinderherz.de/ kunstherzen.

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